In bester japanisch/englischer Automata-Tradition: die Mechanik ist nicht versteckt, nein sie macht offen sichtbar auch den größeren Teil des Objektes aus. Hier die etwas sisyphus-artigen Bemühungen des Froschbots in Szene gesetzt vom 35jährigen japanischen Youtube-User kitikitimanbo:
Autor: effka
Hans Happ: Mechanischer Vogel aus Holz
Der Künstler Hans Happ (1899-1992) entwarf und konstruierte unter vielen weiteren Objekten diesen Vogel mit Zugschnurantrieb, den er sich 1982 unter der Nummer DE3103559A1 patentieren ließ. Die Serienproduktion scheiterte an der mangelnden Fähigkeit der Arbeitnehmer den Vogel mit den Fäden funtionierend zusammenzusetzen.
Hans Happ fertigte eine Kleinstserie von etwa 10 Stück.
Ein Bekannter von mir, dem ich von den Kunstspielzeugen Hans Happs erzählte, kaufte einen Vogel. Nun ist er über 20 Jahre älter geworden und muß sich im Rahmen eines Umzugs verkleinern, sodaß er den Vogel verkaufen möchte. Wenn Interesse besteht, kann man mit Herrn Baruschke Kontakt aufnehmen: Gerd.Baruschke@web.de
Video: Gerd Baruschke
12 Jahre nach dem Tod des Künstlers aus der Nähe Frankfurts a.M. richtete das Hessische Puppenmuseum Hanau
eine Ausstellung für diesen genialen Erfinder künstlerischer, oft mechanischer Spielobjekte aus, deren
Museumstext hier einzusehen ist:
http://www.hessisches-puppenmuseum.de/alte_seiten/happ.htm

(Quelle o.g. Patent)
Leonardo an der Ruhr

Die parallele zweiteilige Ausstellung mit Maschinenmodellen nach Entwürfen von Leonardo da Vinci läuft nun bis Ende Mai 2012 in den Industriemuseen in Hattingen und Witten. Näheres hier:
http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/hattingen/Ausstellung/#top
Diese Ausstellung gastierte vor einiger Zeit in Bonn und Siegburg. Ich berichtete darüber vor über einem Jahr
Hannes Heiners Pop-up-Buch von 1986
Hannes Heiner (vom erwähnten Monsterkabinett) gestaltete und konstruierte dieses Gruselpopupbuch als Einzelstück vor 25 Jahren:
Das Monsterkabinett in Berlin – ein automatisches Gruseltheater im Untergrund
Die Dead Chickens sind die Betreiber dieser Touristenattraktion, durch die ihr Mitglied und Hauptaktiver Hannes Heiner im Beitrag des SPIEGEL-TV führt. Und hier einige Impressionen von Antje Grothe aus dem Monsterkabinett in der Nähe der Hackeschen Höfe in Berlin-Mitte:
Dean Lucker and Ann Wood : mechanical sculptures and pictures
Die beiden leben als Paar in Minneapolis (USA) und haben sich gemeinsam auf mechanische Bildwerke spezialisiert, wobei Dean Lucker mehr zur räumlichen Art tendiert und Ann Wood in der Fläche arbeitet. Hier ihre Webseite:
http://woodlucker.com/index.html
Ein ruhiger Film begleitet die Vorführung dieser traumverlorenen Werke stilsicher:
(Thanks to Aaron Kramer, FB automata group)
Tomi Ungerer : heute 80.Geburtstag !
Er gehört zu den Heroen meiner frühen Jahre, als sich Künstler und Gestalter aufmachten, das biederdumpfe visuelle Erscheinungsbild der 50/60ger Jahre aufzubrechen.
So hinterließen bei mir einen starken Eindruck z.B. Saul Steinberg, Dieter Rams , TWEN, Atlas-Filmplakate und natürlich Tomi Ungerer, der mich mit seiner Freude am Mechanischen (siehe seine erlesene Spielzeugsammlung) und vielen Aspekten seines Riesen-Oevres – Bücher, Zeichnungen, Collagen, Illustrationen, Plakaten etc. fasziniert.
Hier nun erzählt er rückblickend auf sein Leben und Werk in englisch mit leicht elsässischer Färbung:
Einen noch stärkeren Bezug zu unserem Blogthema hat der allzufrüh verstorbene Vater Theo U.(Tomi U. war da drei Jahre alt), der ein angesehener Uhrmacher und international geschätzter Kenner der Uhren- und Automatengeschichte war. Er hat zum Beispiel das Standardwerk zur astronomischen Uhr des Straßburger Münsters geschrieben und die größte astronomische Uhr der Welt mit einer Vielzahl von figürlichen Automaten in 5 Stockwerken des Domturmes zu Messina auf Sizilien gebaut.
(ich suche noch eine Videodokumentation dazu. Die verwackelten Touristenvideos auf Youtube sind da wenig hilfreich. Wer weiß Näheres ?)
Tomi Ungerer hat in einem sehr einfühlsamen Buch „Es war einmal mein Vater“, Diogenes 2003, diesbezügliche Familienrecherche betrieben.
Aldo Cavini bringt Bewegung in GEOMAG
Der GEOMAG-Enthusiast Aldo Cavini aus Florenz bringt mechanische Elemente in das eigentlich statische Baukastensystem, welches hauptsächlich aus magnetischen Stäben, Kugeln und Stabilisierungsplatten besteht. Hier ein Kugelkreislauf (für Pingpongbälle) mit Pendelantrieb, wobei das Pendelgelenk aus zwei magnetisch verbundenen Kugeln extrem reibungsarm ist.
Und hier eine Kugelbahn mit einem Fördermechanismus nach dem Prinzip der Lochscheibe:
Und hier noch ein schönes physikalisches Modell, das den „Pirouetteneffekt“ verdeutlicht:
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(Dank an den bergischen Leonardo – Dietmar Wächtler !)
Achteinhalb Minuten wundervolle Batteriespielzeugabsurditäten
bringt die neue (nun 4.) Videodokumentation über die Sammlung eines Ehepaares aus München. Fast alle Objekte dieses Videos habe ich nie zuvor gesehen und freue mich,
daß dieser wenig gezeigte Teil mechanischen Spielzeuges,
der einfach im Schatten des klassischen Blechspielzeuges
liegt, nun neu erlebt werden kann. Die Webseite der Kollektion hat Referenzcharakter und weist auch daraufhin, daß es eine neue Ausstellung im Stadtmuseum Crailsheim gibt, die noch bis 12.Februar 2012 läuft.
Ich erwähnte die Sammlung vor knapp 2 Jahren und im vergangenen September an dieser Stelle.
PIXAR: One Man Band
Kleines Animationskunststück der gewohnt brillierenden Pixarleute gewürzt mit einem Schuß Mechanikirrsinn:
(Dank an den Paperblog bei Paperboxx)