Köhler Vögel

Wenn davon die Rede ist, bekommen Blechspielzeugsammler ein Leuchten in ihre Augen, das ich gut verstehen kann, da ich in den 70ger  Jahren selbst einer war und eine Reihe von Köhler-Spielzeugen in meiner kleinen Sammlung hatte und so auch diesen.. Aber nun zunächst zu einem Film des Bayrischen Fernsehens aus der Reihe „Kunst und Krempel“,  auf den ich über die sehr verdienstvolle und beste Webseite zum Thema „Singvogel-Automaten“ stieß:

https://www.br.de/mediathek/video/vogel-die-komplette-beratung-noch-einmal-sehen-av:5a3c52e54197220018884e43

Übrigens gibt es in der gleichen Sendereihe noch eine zweite Folge zu diesem Vogel, allerdings mit einem anderen Experten, nämlich Matthias Ernst aus Soltau, dem Chef des dortigen Spielzeug-Museums:


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Das Spielzeug erschien unter dem Firmenlabel GKN (Georg Köhler, Nürnberg) in den 50ger und 60ger Jahren, wobei schon Mitte der 60ger Jahre die eigentlichen Blechspielzeuge zugunsten von Plastikspielzeugen bei GKN verschwanden. Ein GKN Enthusiast hat Jahrzehnte später ein virtuelles Museum der Georg Köhler Produkte ins Internet gestellt, ein wundervolles Kompendium für jeden interessierten Sammler. Man findet im Internet viele Links auf diese Webseite, die aber seit einiger Zeit untergegangen ist.  Gottseidank gibt es die Wayback Machine des gigantischen Internet-Archives in San Francisco, die man nach untergegangenen Webseiten befragen kann, und siehe da, Heureka !

https://web.archive.org/web/20170504121139/http://gkn-toy.de/index.html

Zurück zum Singvogel:  es gibt eine 4-seitige Patentschrift zu ihm vom 2.Juni 1960, die man über das DEPATISnet  einsehen kann und die eine feine Zeichnung des Innenlebens enthält:DE000001082841A_all_pages

Ich besaß damals noch einen zweiten Köhler Vogel, den Raben, den ich eigentlich ob der ausgefeilten und vielfältigen Mechanik noch mehr schätzte, denn er konnte den Kopf verdrehen, mit den Flügeln flattern, mit dem Schwanz wippen, mit dem Schnabel klappern , hin und her hüpfen und schließlich  erbärmlich krächzen ! Er ist auch viel seltener als der Singvogel.  Meine Sammlung entstand in den 70ger Jahren und wurde mir zunehmend weniger interessant, weil das kreative Erfinden viel spannender war. So verkaufte ich sie Anfang der 80ger Jahre. Vielleicht doch etwas voreilig !

Hier das Rabenvideo eines amerikanischen Sammlers:


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Japanische Trick Box mit Tumbling Acrobat (Rolling Puppet ‚Zombie‘)

Bei Steve Armstrongs FB fand ich eine recht komplizierte Trickbox, nach deren Öffnung man mithilfe des Inhalts das historische Spielzeug des Tumbling Acrobat sich aufbauen kann. Der Film zeigt die Bewegungsabfolge des Öffnungsprozesses und macht auch computeranimiert die mechanischen Veränderungen (structural analysis) im Inneren sichtbar.

機構木偶奇遇記【殭屍】機關大公開!

機構木偶奇遇記-焦點展品【殭屍】機關大公開!#機構木偶奇遇記特展全 票 200元學生票 180元優惠票 150元(團體/65歲以上長者/3~6歲)免 費(未滿3歲/身高110公分以下/身心障礙人士及其必要之陪伴者1人)本特展邀請古機械復原專家學者林聰益教授、在地機構木偶設計師唐一秀、銀濟春合作展出共74件精彩作品,週末趕緊來嚐鮮!展覽日期:即日起至108年3月3日止展覽地點:科工館 北館 2F第一特展廳#i_love_nstm#林聰益 #唐一秀 #銀濟春#機構木偶奇遇記#國立科學工藝博物館

Gepostet von 國立科學工藝博物館 am Dienstag, 25. Dezember 2018

Der Kommentar von Stefan Grünenfelder ließ mich nochmals nach anderen Videos suchen. Dabei stieß ich auf eine schöne Analyse der Kinematik in dem Video von Barry Falkner, welches Stefans Vermutung bestätigt:


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Martin Gobsch: 2.Theatrum Mundi in Erfurt

(C) Martin Gobsch

Deutschlands ehrgeizigstes Automatenprojekt, im Schaufenster der Kinder- und Jugendbibliothek Erfurt, Marktstr.21, ist nun schon seit vielen Monaten nach Münzeinwurf in Bewegung zu erleben, obwohl es noch nicht ganz vollendet ist. Leider habe ich bis heute noch kein Video darüber gefunden. Ob es eine gütige Person in Erfurt gibt, die für mich Abhilfe schaffen kann ?

Es gibt jedoch verschiedene Presseberichte mit entsprechenden Fotos:

https://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Odyssee-im-Theatrum-Mundi-fertiggestellt-884992070

Und hier ein launiger Pressebericht von Kathleen Kröger über Erfurts „Automatenkultur“, in dem das Eingangsfoto Martin Gobsch neben seinem mechanischen Opus Magnum, dem Schnitzwerk mit Szenen aus der Odyssee, zeigt.

https://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Automatenkultur-Konsum-und-Kultur-auf-Knopfdruck-1980490172

 

 

Paul Spooner: The Riot (1996)

Paul Spooner veröffentlichte gestern ein Meisterstück, dessen Bau schon 22 Jahre zurückliegt. Es bezieht sich auf ein historisches Ereignis in Newport, Wales, was dort  1839 stattfand, der Sturm der Chartisten unter Robert Frost zum Westgate Hotel (hier etwas Hintergrundwissen):


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Harlekin-Automat, um 1700, Weimar


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Er ist in der Kunstkammer der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, zu finden . Im Infotext heißt es dazu: „Ein besonderes Meisterstück mechanischer Kunst ist der sogenannte Harlekin. Wird der Musikautomat mit Hilfe des seitlich angebrachten Schlüssels aufgezogen, beginnt die fast kleinkindgroße Figur zu trommeln, hebt den Kopf und blickt im Raum umher.
Diese mechanischen Kuriositäten waren besonders im 18. Jahrhundert in Fürstenhäusern beliebt. Sie zeigen den seit der Antike bestehenden Wunsch des Menschen, sich selbst ein mechanisches Abbild zu schaffen.“

Die Weimarer Kunstkammer

Rotsch Weber (CH): frische Fischer


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Der Goldschmied und Automatist  aus dem Schweizer Aargau hat hier ein sehr skurriles Automaton geschaffen, indem er einfach die Verbindung Person /Ware ausgehend von dem Wortspiel eines einzigen zugefügten „r“ vertauschte.

Zur  Webseite des Künstlers: https://www.rotsch-o-mat.ch/

Hier noch ein Kurzporträt des Künstlers anläßlich eines Schmuckkurses.


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Taki Magnoul: Merry Christmas

Der diesjährige ultimative Seasonal Greetings Automat stammt vom Lütticher Künstler Taki Magnoul („Taki Machines“):

Merry Christmas!

Mr Random has hands!

Gepostet von Taki Machines am Montag, 24. Dezember 2018

Die monumentale holzgeschnitzte mechanische Krippe von Josef Probost

Ca. 120 km östlich von Prag kann man die über hundert Jahre alte Krippe im Krippenmuseum von Trebechovice pod Orebem bestaunen , die nach umfänglicher Restauration in alter Pracht wiedererstanden ist. Sie ist 1999 in den obersten Rang kulturellen Nationalerbes Tschechiens gehoben worden . Erste Impressionen gibt es in diesem Kurzvideo auf englisch und auf einem zweiten etwas längeren Video hinter diesem Link :  https://www.ceskeapolskebetlemy.cz/en/probosts-christmas-crib/  Scrollt man die Seite ganz nach unten, kann man weitere berühmte mechanische Krippen des Landes anklicken und in Videos in Betrieb sehen.


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Eine ausführliche 20-Minuten-Doku hat das Museum auf  deutsch herausgebracht:


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