Leon van Opstal und Wicher Meursing (NL)

Beide Kinetikkünstler stellen mit den im vorigen Artikel genannten Künstlern bei „Keep Moving“ der Galerie Francis Engels aus (siehe auch ebenda).

Leon van Opstal (Jg.1981) hatte einmal das traurige Erlebnis, daß er auf dem Weg von seiner Arbeitsstelle viele tote Hummeln fand. Er befasste sich nun eingehend mit den Forschungen zu dem Problem, daß immer mehr insect pollinators (Bienen,Hummeln,Schmetterlinge) in ihren Populationen zurückgehen, was ihn zur künstlerischen Protestidee führte, sie zu „reanimieren“ undzwar mit kinetischen Mitteln.

Leon van Opstal CO.1.HD from Léon van Opstal on Vimeo.

Wicher Meursing (Jg.1928) aus Amsterdam hat als Bildhauer in verschiedenen Disziplinen gearbeitet. Eine davon ist die Kinetik, bei der es meist um streng geometrisch-abstrakte Formen mit dem Werkstoff Metall geht.


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Kinetikausstellung "Keep Moving" in Amsterdam

In der Amsterdamer Galerie Francis Engels wurde vergangenes Wochenende diese Gruppenausstellung eröffnet, die es noch bis 22.März geben wird. Es wurden eingeladen:
Leon van Opstal, Wicher Meursing, Willem van Weeghel und Jennifer Townley. Neben Jennifer Townley habe ich 2010 hier Wilhelm van Weeghel schon vorgestellt mit dem Titel
„WvW’s betörendes Geometrietheater aus 32 Stäben“


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Bei Jennifer Townley gibt die Galerie ihre Wandskulptur „Cubes“ als Beispiel, das eine Art Kippfigur darstellt. Die einzelnen Plättchen werden motorisch leicht hin und her geneigt, sodaß sich „Licht- und Schattenseiten“ stets auch ändern und damit der räumliche Eindruck der kubischen Illusion. JT hatte übrigens schon mehrere Einträge hier im Blog.


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Die letzten beiden Künstler erhalten den nächsten Blogartikel.

Jan Svankmajer: Rakvickarna (Punch and Judy), 1966


Schmiedeszene einer Schießbudenzielscheibe aus Svankmajers „Rakvickarna“ von 1966

Im Facebook „Automata…“ berichtete Aaron Kramer über seinen Besuch des Münchner Stadtmuseums in der Abteilung Puppentheater und Schaustellerei. In der Diskussion führte ich an, daß die mechanischen Schießscheiben alter Schießbuden nur noch an drei Stellen in deutschen Museen zu sehen seien (München, Münster und Kommern) und leider filmisch überhaupt nicht öffentlich zugänglich dokumentiert worden seien.

Nun finde ich aber bei diesem frühen Kurzfilm Svankmajers in der Anfangsszene einige dieser
sehr seltenen Filmdokumente von Schießbudenzielfiguren in Bewegung mit einem Blick auf die Mechanik der Rückseite. Hier der komplette 10min.Film:


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"Body and Machine" : An Exhibition of Kinetic and Interactive Art in Minneapolis

10436667_10206336884605075_5486868437741486041_nDiese Ausstellung wird von Jack Pavlik organisiert und startet am 5.März in der NKB Kunstgalerie, Minneapolis. Sie läuft bis 22.März.

Von den 26 Ausstellern

Broc Toft
Willis Bowman
Samantha Leopold-Sullivan
Dean Lucker
Joseph Haid
Nick Rivers
Brian Boldan
Pete Prodoehl
Matthew Buskirk
Ethan Eichstedt-Anderson
Jeff Ballard
Scott Szarkowicz
Cecilia Schiller
Danny Saathoff
Timothy Hamilton
Jeff Lohaus
Zachary Betts
Amy Sands
Chris Nystrom
Remo Campopiano
Ben Severns
Jeffery Byrd
Chris Strouth
Jason Corbett Fogue
Tim Fort
Anna Kiryanova

sind mir nur 3 bekannt( Tim Fort/Kettenreaktionen, Cecilia Schiller/automata und Dean Lucker/automata), also ein schönes Feld für Neuentdeckungen!
In Bälde wird es auch Videomaterial dazu geben, wie mir Jack Pavlik versicherte.

Henry Daggs skurrile mechanischen Musikinstrumente

Der kreative Instrumentenbauer aus Faversham /Kent hat seit meiner ersten Erwähnung vor 5 Jahren nun weitere Instrumente geschaffen. Richtig komisch ist die Pussycat Organ, die eine Klaviatur aus 16 Plüschkatzen besitzt:


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Und hier Henry Dagg mit seinem Hooty Scooty und Rimski mit seinem Pedaloklavier.


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Und schließlich HD mit seinem Voicycle:


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HD hat seine Küche vollgestopft mit einer Sammlung von Fleischwölfen, Kaffeemaschinen und Toastern:


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(HD wiederentdeckt auf dem wundervollen FB des Literaten und genialen Wortspielers Peter Glaser)

Aaron Kramer besuchte das Münchner Stadtmuseum…

undzwar dessen Abteilung Puppentheater und Schaustellerei. Hier nun einige Impressionen zu Objekten des Kinetikkünstlers Harry Kramer der 50/60ger Jahre. Dann aber ein absolutes Highlight, nämlich die Akrobaten und Seilturner aus einem reisenden „Mechanischen Kunst-Theater“ (Tschuggmall?) in historischen Aufnahmen.Zum Schluß Kirmesapparaturen.

Munchner Stadtmuseum from aaron kramer artist on Vimeo.

Großer Artikel über Seth R,Goldstein in der New York Times

Der inzwischen 75-Jährige (ich berichtete vor 4 Jahren über ihn ) erhielt nun einen ausführlichen Artikel über sich und seine Freizeitaktivitäten als Ruheständler in der NYT von vorgestern (Thanks to Patrick Donohow, FBautomata):
http://www.nytimes.com/2015/02/21/your-money/an-engineer-creates-for-fun-after-a-lifetime-of-workaday-rules.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&module=second-column-region&region=top-news&WT.nav=top-news&_r=0
Nach seiner wundervollen Krawattenbindemaschine „Why Knot?“ und seinem „Cram Guy“, einem Studenten, der bei seiner Examensvorbereitung einpennt, hat er vor Kurzem seinen Geigenautomaten RO-BOW fertiggestellt:


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