Mechanische Tierwelt – eine Ausstellung in Esslingen

Es ist eine Ausstellung mit mechanischen Blechtieren aus der Sammlung der beiden Berliner Künstler Sebastian Köpcke und Volker Weinhold  , die neben den Originalen ihre Fotos ausstellen mit kunstvollen Inszenierungen ihrer Blechspielzeuge (bis 1.März im Stadtmuseum Esslingen). Unter diesem Ausstellungstitel findet man bei Youtube verschiedene Videos, weil die Ausstellung schon in einer Reihe von Museen gezeigt wurde. Es sei deshalb dieses ältere aus Wismar  von 2016 genannt :


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Die beiden Künstler schreiben dazu auf der Ausstellungswebseite  „Gemeinsam haben wir uns auf eine Fotosafari begeben und die »Mechanische Tierwelt« für uns entdeckt. Der unüberschaubare Artenreichtum und die gestalterische Vielfalt der historischen Blechtiere nahmen uns gefangen. In spielerischer Weise haben wir die Tiere in ihr natürliches Umfeld versetzt, um sie darin mit der Kamera zu beobachten. Auf allen Kontinenten waren wir unterwegs und begegneten Tieren im heimischen Wald, im afrikanischen Dschungel, im australischen Outback und am Südpol, ebenso, wie hoch über den Wolken und auf dem tiefen Meeresgrund. Beim Fotografieren vertrauten wir allein auf die Mittel der Inszenierung. Von den effektvollen Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung machten wir keinen Gebrauch. Auf diese Weise glauben wir den historischen Tieren am Besten gerecht zu werden. Ein jedes von ihnen hat seinen eigenen Charakter. Diesen wollen wir in unseren Bildern zeigen.“

Eigens für die Ausstellungen ist ein sechseinhalbminütiges Video erstellt worden, das die Blechtiere in Bewegung zeigt (Großer Dank an Sebastian Köpcke, der mir diese Überspielung auf YT besorgte !)


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Und hier eine Auswahl der Fotografien: http://www.mechanische-tierwelt.de/fotogalerie/

Wie ich nachträglich feststellen konnte, ist der ikonische Gorilla des Ausstellungstitels ein japanisches Batteriespielzeug („Shooting Gorilla“) der 50ger Jahre , bei dem eine Spielzeugpistole mit Gummipfeilen beigefügt war . Bei Treffschuß auf den Bauch des Gorillas, hob er die Arme, machte ein kreischendes Geräusch und bekam leuchtende Augen.


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Mechanische Reckturner beim Schichtl-Varieté

Beim Aufräumen fand ich das nun 30 Jahre alte Katalogbuch zur Ausstellung über die Schausteller-Dynastie Schichtl im Münchner Stadtmuseum, 1990. Es enthält einige mechanische Turner -Akrobaten, gebaut von Hans Schichtl-Rulyans, die in Varietés der späten 40ger und frühen 50ger Jahren gezeigt wurden . Sie vollführten ohne sichtbare Einwirkung von Menschenhand akrobatische Turnübungen am Reck. Jedoch waren  die Reck-Enden hinter Paravents verborgen , sodaß ein dort versteckter Bediener mittels Hebeln und Kurbeln die erforderlichen Bewegungen durch das Innere des Reckrohres an die Puppe weiterleiten konnte. Ich habe dazu nie irgendwelche Filmdokumente im Internet gefunden, bis ich vor 5 Jahren das Video vom kalifornischen Künstler Aaron Kramer sah, der meinen Tip  dieses Museum auf seiner Europareise zu besuchen, befolgte. In seinem Film findet sich die rare Sequenz über diese Reckturner in Bewegung  (0.40 – 1.43)

Katalogbuch zur Schichtl-Dynastie, 1990:

Oben der zweiarmige Turner unbekleidet , Mitte Varietéaufführung,  Unten Hans Schichtl-Rulyans zusammen mit Alfred Schichtl-Klunker bei der Restaurierung des zweiarmigen Turners für die Ausstellung 1990 .

Quellen:

1) Katalog 1990, siehe erstes Foto

2) Fotos  2 bis 4  aus diesem Katalog

3) Webseite Schaubuden.de , Kapitel 4 und Schichtl-Pdf am Ende  (von Stefan Nagel, Münster)

Stadtmuseum München , Abteilung  Puppentheater und Schaustellerei  (sehr sehenswert ! Jedoch ab Ende 2022 wegen Generalsanierung für ca. 8 Jahre geschlossen !)

 

 

Mechanische Drachenskulpturen am Himmel von Sri Lanka

Gerade ist das diesjährige Kite Festival von Jaffna am nördlichsten Zipfel Sri Lankas zuende gegangen. Wir können auf diesem Video großartige Drachenkonstruktionen erleben, die quasi als Windautomaten funktionieren und ganze Szenerien zum Leben erwecken. (Dank an Nick James, ein englischer Drachenexperte und Kitemaker )


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Dukno Yoon : Fingerschmuck Kompilation

Das Portal KunsTop.de sammelt kreative Bilder und Videos aus der ganzen Welt. Dabei fallen die Texte oft etwas holprig aus. Unter dem Titel „Kinetische Spielzeuge“ findet man diese Kompilation von Werken des aus Korea stammenden Künstlers (Associate Professor an der Kansas State University), dessen Name aber falsch geschrieben wurde:  http://kunstop.de/kinetische-spielzeuge/

https://art.ksu.edu/people/faculty/yoon.html

 

 

 

 

Willi Reiche: Kinetik-Ausstellung in München

Unter dem Titel „Die Ästhetik des Seriellen in der Kinetik“ wird die Münchner Galerie Gerhard Grabsdorf eine Einzelausstellung vom 7.Februar bis 25.April mit Werken des südrheinischen Künstlers Willi Reiche aus Wachtberg bei Bonn ausrichten. Die Galerie Gerhard Grabsdorfs  war hier früher schon sehr blogrelevant, da sie  einige Male das temporäre Low Tech Instruments Museum der hochkarätigen Münchner Kinetikerin Charly-Ann Cobdak beherbergte.

„Mit seinen Kunstmaschinen versetzt der Kinetikkünstler Willi Reiche vertraute Alltagsgegenstände und – aus heutiger Sicht – oftmals skurrile anachronistische Zeugnisse früher Technik in Bewegung. In neuem Kontext, stets mit einer Portion Humor und viel Charme inszeniert, erwachen gezielt auserwählte Komponenten aus einem umfangreichen Fundus zu neuem Leben. Willi Reiche widmet sich seit 1998 ausschließlich der kinetischen Kunst. Insbesondere bei seinen Werken neueren Datums verfolgt er häufig das Prinzip serieller Anordnungen.“ (Galerie Grabsdorf)

Toy-Making in School and Home, London 1916

Es ist ein über 100 Jahre altes englisches Buch , das gleichermaßen für den Werklehrer einer Schule sowie für den interessierten Hobbybastler Inspiration liefern sollte. Im Internet Archive ist das 340-seitige Werk durchbätterbar. Hier einige Abbildungen einfacher mechanischer Spielzeuge, sicherlich besonders interessant für die Liebhaber historischer Bastelbücher:

Behind the Scenes of a Kinetic Sculpture: Metropolis II by Chris Burden

Diese gigantische Skulptur von Chris Burden aus dem Jahr 2012 ist inzwischen zu einem ikonischen Objekt des Kunstmuseums LACMA, Los Angeles, geworden. In diesem Fünfminüter wird hinter de Kulissen geschaut. (Via Stefan Feismann, FB Rolling Ball Sculpture)


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