Andy Malone: Spiele und Spielgeräte

Andy Malone ist ein Künstler aus der Gegend von Detroit. Er hat ein großes Interesse an der Entwicklung von Spielen und auch mechanisch interaktiven Spielgeräten. So beschreibt er seine Intentionen auf dem VIMEO Kanal:

„My works are interactive. They are intended to be handled, changed, manipulated and played. By turning a crank, stacking a block, pressing a button, drawing a sketch, or moving a game piece, the viewer is drawn in to engage the work and complete its Purpose.“

Hier seine Webseite: http://www.andymalone.com/

 

 

 

Making Marvels 9: Obelisk Clock

Automatenuhr von 1777 aus Antwerpen. Diese Uhr hat eine Reihe von mechanischen Besonderheiten, die im YT-Text erwähnt werden:  “ This video shows the movement of the dials for hours, minutes, and seconds; days of the month; and phases of the moon, as well as that of the seven dynamic design elements. The cross-of-Lorraine pendulum swings steadily over the main dial, underneath a dancing letter M. Above the calendar dial turns a Catherine wheel, while the four dragons supporting the obelisk flap their wings and spit pearls. Another Catherine wheel spins above the moon-phase dial, and the entire obelisk is topped by a rotating planetarium. The fourth dial shows the maker’s signature“


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Liza Chernoby: Mechanischer Comic im Schaufenster

Durch meinen letzten Beitrag entdeckte ich eine russische Webseite vitrinistika.ru , die eine große Kollektion künstlerisch gestalteter Schaufenster beinhaltet, darunter auch ein Kapitel mit einigen kinetischen Fenstern. Dasjenige der St.Petersburger Künstlerin Liza Chernoby  
ist im folgenden Video in Bewegung zu sehen. Sie baute es für einen Designer Laden des Einkaufszentrums FREEDOM in St.Petersburg. Das Besondere ist die äußere Form eines Comics, wo jede einzelne Szene einen eigenen Kasten besitzt, sodaß in der Abfolge eine ganze Story auch kinetisch erzählt werden kann.
Im folgenden habe ich mit Google-Translation den gut bebilderten russischen Text ( vitrinistika.ru ) von Liza Chernoby aus der o.g. Webseite übersetzt:
„Ich wurde aus dem Laden der russischen Designer Freedom Store kontaktiert. Sie mussten ein 3 x 5 Meter großes Fenster füllen. Sie wollten etwas Mechanisches, Ungewöhnliches und nicht zuletzt Wichtiges, das leicht zu transportieren und zu installieren ist. Die Idee wurde sofort geboren – ein mechanischer Comic aus Holz durch ein ganzes Fenster, der die Geschichte eines kleinen Mannes erzählt. Der Comic besteht aus separaten Kisten, die wie Würfel übereinander gestapelt sind.

Das Drehbuch für ihn wurde vom gesamten Freedom-Team geschrieben. Den Projekt wurde einen Monat gegeben.

Am schwierigsten war es, in so kurzer Zeit über die Mechanismen und ihre Ästhetik nachzudenken. Ich bekam einen kleinen Platz in der Industriezone, wo ich die erste Boxen sammelte. Es war ein bisschen wie das, was wir letztendlich gemacht haben. Dann habe ich unter Berücksichtigung aller Nuancen und der Erkenntnis, wie es aussehen und funktionieren soll, das Projekt komplett überarbeitet. So stellte sich heraus, dass es trotz seiner Größe und Masse luftig war und fast Spielzeugmechanismen hatte, die die Leute beobachten konnten.

Ich nahm einen Freund mit goldenen Händen als meinen Assistenten. Er heißt Alan. Wir haben den ganzen Tag drei Wochen gearbeitet. Zuvor haben wir in einem solchen Maßstab nicht mit Holz gearbeitet. Wir wurden von unserem bekannten Tischler unterstützt. Er stellte die notwendige Ausrüstung zur Verfügung und schnitt Millimeter für Millimeter ideale Kisten .

Alle Details für den Comic wurden in Kurven gezeichnet und lasergeschnitten. Damals wussten wir noch nicht, dass es eine Fräsmaschine gab, auf der alles mit abgerundeten Kanten geschnitten werden konnte. Deshalb haben wir die Kanten mit Bormaschinen an allen 2000 Teilen manuell abgerundet. So erschien in unserer Werkstatt „The Great Rounding Machine“ als ein eigener Beruf.

Ich habe die Motoren ausgewählt und dabei berücksichtigt, dass jede Szene 10 Sekunden dauern sollte. Dafür haben wir Skripte für jede Box geschrieben. Dies ist eine echte Animation, die nur auf den Gesetzen der Physik basiert. Wir haben das Drehbuch in Sekunden gemalt und berechnet, zu welchem Zeitpunkt, zu welcher Zeit und in welcher Höhe sich der Arm erheben sollte. Die meisten Mechanismen bestanden aus einem Nocken und einem Hebel. Die Nocke ähnelt einer chinesischen Münze, in der Mitte befindet sich ein Loch für die Achse, wir schneiden die Kante nach unseren Berechnungen. Es gab eine Vertiefung an der Nocke, der Hebel ging runter, die Hand ging runter.

Es gab Boxen, an denen wir  hart arbeiten mussten und die Codenamen hatten, die niemand jemals erkennen wird. Meine Lieblingsbox ist ein kleiner Mann, der von einem Löwenzahn auf einen Regenschirm schwingt. Ich habe hart an ihm gearbeitet. Der Hintergrund dahinter dreht sich und hat keinen Anfang oder Ende. Infolgedessen können Sie ihn endlos ansehen.

Einige Tage vor Abschluss des Projekts wurden uns Zwischenboxen gebracht. Tatsächlich verstand niemand das Ausmaß des Comics. Wir stellten die Kisten übereinander und mit jedem gesammelten Quadratmeter öffneten sich meine Augen immer weiter. Ich konnte nur sagen: „Er ist gigantisch! Riese! „

Der letzte Schliff waren „Kontrolleure“, Pyramiden in kleinen leeren Kisten. Ich bat sie vom Tischler. Dies ist auf den ersten Blick ein kleines und unbedeutendes Detail, das den gesamten Comic mit Schönheit und Vollständigkeit erfüllte.

Alle waren glücklich und der Kunde und wir.
Danach eröffnete ich eine Werkstatt, in der viele wertvolle Holzprojekte entstanden. “

NIKE-Schaufenster

Diese wilde kinetische Schaufensterwerbung für NIKE Schuhe fand ich im YT-Kanal des russischen Schaufensterexperten Alexander Tulyakov. Leider konnte ich dem russischen Text nicht den Ort dieses Fensters entnehmen. Es ist jedoch schon länger her, als das Video entstand, 2013 . Die kinetische Installation ist vom amerikanischen Windkinetiker Anthony Howe inspiriert.


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Titeres y artefactos de Iker Vicente, Mexiko

Hier nun eine neuere 16-minütige Kompilation von Werken , an denen der mexikanische Künstler maßgeblich beteiligt war. Ich habe mehrmals über Iker Vicente berichtet, das letzte Mal vor etwa zweieinhalb Jahren.


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RIP Ror Wolf

Diesmal  ganz  unkinetisch

Einer meiner Lieblingspoeten ist vergangene Nacht 87jährig gestorben. Die Nachrufe zu Ror Wolf, eines im Schatten des gängigen Literaturbetriebs Gestandenen, häufen sich nun. Hier der Nachruf von Alexander Wasner im SWR2.  Zu  den Gedichten aus „Hans Waldmanns Abenteuer“ meinte früher einmal Robert Gernhardt:  „‚Hans Waldmanns Abenteuer‘ gehört zum erfreulichsten was seit langem an zugleich zeitgenössischer und komischer Dichtung veröffentlicht worden ist“  Eine Kostprobe mit „ruhe ruhe“:

http://www.mjucker.ch/ruheruhe.html

Making Marvels 8: The Chess Player

Dieser so berühmte Fake-Automat von Wolfgang von Kempelen aus dem Jahr 1769 ist heute nicht mehr im Original erhalten, da er durch ein Feuer 1854 zerstört wurde. In der Ausstellung des MET steht jedoch eine Replica von John ´Gaughan, der bei einem Besuch der BBC in 2013 näher darauf eingeht. Zunächst ein Stummfilmausschnitt von 1927 „The Chess Player“, Raymond Bernard, wozu es im YT-Info heißt:

„Touted as an android that could defeat chess masters, Wolfgang von Kempelen’s famed illusion debuted at the court of Empress Maria Theresa during wedding celebrations for her daughter in 1769. Over the course of the eighteenth century, the chess player (known in its time as The Turk for its costume) won games against Catherine the Great and Benjamin Franklin. When Napoléon Bonaparte tried to cheat, it wiped all the pieces from the board. The mysterious machine sparked discussions of the possibilities and limits of artificial intelligence, and it inspired the development of the power loom, the telephone, and the computer. The original and its secrets were destroyed in a fire in 1854.

The subject of more than eight hundred publications attempting to uncover its secrets, Kempelen’s illusion also inspired a 1927 silent movie, The Chess Player, directed by Raymond Bernard. In the sequence shown here, the inventor presents his creation at court. The year of its release, this early science-fiction drama attracted more attention than Fritz Lang’s Metropolis, a now-legendary film that also involves an android.“


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Und hier ein Besuch bei John Gaughan 2013 in Los Angeles, der seinen Chess  Player Nachbau vorführt und erklärt.

https://www.bbc.com/news/av/magazine-21882456/meet-the-mechanical-turk-an-18th-century-chess-machine

 

 

13.Historischer Jahrmarkt mit Steampunkjahrmarkt, Bochum

Impressionen vom vergangenen Wochenende aus der Jahrhunderthalle Bochum, wo wieder der größte historische Indoorjahrmarkt Europas stattfand (ebenfalls noch einmal am kommenden Wochenende).   https://www.jahrhunderthalle-bochum.de/events/historischer-jahrmarkt/


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WDR Westart: Kunsthalle Münster , Moondog

(Foto Hubertus Huvermann)

Gestern sendete der WDR den vorangekündigten Beitrag über den Musiker Moondog zusammen mit der Moon Machine Landing Klanginstallation (siehe mein Artikel vom vergangenen Dienstag). Es wurde viel Biographisches zu Moondog gebracht , wobei am Beginn des Beitrages ein Gang durch die Ausstellunghalle uns kurz einige Apparaturen des mechatronischen Gesamtkunstwerkes zeigte. Das hätte ich mir allerdings etwas ausführlicher gewünscht.

Die an der Klanginstallation beteiligten Künstler Veit Sprenger und Thies Mynther  geben am 17.April um 19 Uhr ein Konzert. Und einen Tag später um 12 Uhr sind sie zusätzlich mit Tobias Euler in einem  Künstlergespräch zu erleben. Die Ausstellung endet dann einen weiteren Tag später am 19.April.

Hier der Link der halbstündigen Sendung:

https://www1.wdr.de/fernsehen/west-art/sendungen/uebersichtwestart298.html

 

Making Marvels 7 : Musical Automaton Clock with Dancing Figures

Es ist eine Automatenuhr von 1625, ebenfalls aus einer Augsburger Werkstatt von Veit Langenbucher und Samuel Bidermann und Sohn, die neben der Automatenszene der tanzenden Commedia del’Arte Figuren auch noch ein Spinett und ein Orgelwerk beinhaltet, welches drei verschiedene Stücke spielen kann . Dieses prachtvolle Werk gehört seit 2002  der Sammlung des MET.


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