Helmut Lindemann: Kugelorchestrion


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Helmut Lindemann aus der Region Oldenburg und Künstler der „Realistischen Malerei und der Beweglichen Skulpturen“ hatte im vergangenen Herbst eine Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg, in der neben weiteren kinetischen  Objekten das Kugelorchestrion eine zentrale Position einnahm. Leider kann ich hier noch kein Video dazu aufführen, es soll aber nachgeliefert werden. Helmut Lindemann formulierte mir dankenswerterweise diese Beschreibung:

„Es gibt eine Orgel mit drei Pfeifen, die durch 12 V Druckgeneratoren zum Aufpumpen von Luftmatratzen mit dem nötigen Wind versorgt werden. Ein Schlagwerk bei dem drei Klöppel auf zwei Holzkisten schlagen und ein Klöppel auf vier Saiten über einem Resonanzkörper schlägt, dann ein Blech das rattert und eine ordinäre alte Haustürklingel. Diese vier „Instrumente“ werden durch Schalter in den Wippen der Kugelbahn aktiviert. Also haben wir es hier, anders als bei meinen früheren Kugelbahnen, mit einer Verknüpfung von Mechanik und Elektrik zu tun. In der Kugelbahn selbst gibt es noch ein Aluminiumrohr, durch das öfter mal eine Kugel läuft, das ist dann das fünfte „Instrument“. Nun, da die Bahn wieder hier ist, habe ich noch eine zusätzliche Konstruktion eingebaut, die alle „Instrumente“ hin und wieder zusammen erklingen lässt. Zu diesem Ereignis erschallt dann noch zusätzlich die Glocke aus einem alten Wählscheibentelefon, gegen die wechselweise zwei Kugeln schlagen. Es geht hier nicht um Musik und Rhythmus sondern um Spaß an mehr oder weniger melodischem Krach. Es gibt Experimentalmusiker, die das mögen, ich auch. Wenn die Orgel orgelt und wenn das Schlagwerk schlägt, ruht der Rest der Konstruktion für ca. eine Minute, dann geht es weiter zum nächsten Ereignis. Die Kugeln werden durch eine elektrisch betriebene Mechanik immer wieder nach oben gefördert, so läuft das ganze Spektakel ad infinitum, bis jemand den Stecker der Netzteile zieht.  Der Korpus der Kugelbahn misst 125 cm x 180 cm x 75cm (H,B,T), und die „Instrumente“ können unabhängig vom Kugelbahnkorpus aufgestellt werden und sind nur durch Kabel mit ihm verbunden.“

Kugelbahn

Dreipfeifenorgel und Kistenschlagwerk

Übrigens berichtete ich das erste mal über Helmut Lindemann vor mehr als 8 Jahren, als ich die recht komplexe Skulptur „Kigel Kagel Kugel“ erwähnte, die inzwischen an einen Privatsammler in die Schweiz ging. Damals gab es ebenfalls noch kein Video. Aber inzwischen dieses:

httpv://www.youtube.com/watch?v=H5-DHi4-3×8

 

Automata Magazine ist heute erschienen ! Glückwunsch an Marc Horovitz und die Autorenschaft !

Das schon länger von Marc Horovitz, Denver, Colorado, angekündigte Online-Periodical (zweimonatlich) ist nun heraus ! Glückwunsch für den Herausgeber Marc , der mithilfe der internationalen Autorenschaft nun ein 50-seitiges, reichhaltig bebildertes Magazin herausgebracht hat, das interessant genug ist, zum Mittelpunkt unserer Szene zu werden.

FEATURES
5  Twelve tweeters by Kim Booth
Constructing a functioning automaton clock
10  Toy making in New England by Nancy Hart
25 years of building automata
14  The elephant in the room by David Soulsby
A visit to the mechanical wonders on L’ile de Nantes
19  A clothes-peg butterfly and “What’s eating you?” by Pete Dunstone
A beginner describes two projects
23  Cabaret Mechanical Theatre—a history by Sarah Alexander
Part 1: Falmouth
29  A peek into the mind of an automata collector by Sergio Pinese
An enthusiast tells his story
34  This automaton gives a raspberry! by APon Peng
A Minion-inspired moving model
36  Making pinwheel gears by Marc Horovitz
Different methods for successful gearing: part 1
41  Visiting the Boyer Museum by Vance Bass
Whimsical automata in an unlikely place
45  Automata for beginners  by Sarah Reast
48  Reviews
DEPARTMENTS
3
Editorial
4
News & events
4
Letters
22
Gallery
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Es kann nach Subskription (man erhält ein Passwort) noch kostenlos als PDF gelesen werden.

Anmeldung über die Webseite http://automatamagazine.com/

The collapsable rings of Annette Lechler

Dieses Video läßt die beiden Ringe der mehrfach preisgekrönten Schmuckgestalterin Annette Lechler aus Karlsruhe irgendwie magisch erscheinen, da man in der Filmaufnahme die Mechanik der Verwandlung nicht versteht. Erst die Fotos auf der Webseite der Künstlerin zeigen die Vielgliedrigkeit der Ringe deutlich.


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Coin Operated (Animation)

Starten wir mit einem preisgekrönten Kurzfilm von Nicholas Arioli , einem modernen Animationsmärchen, in das neue Jahr 2019 !

Dies ist dann der Beitrag Nr. 4346 in meinem nun fast zehneinhalb Jahre alten Blog, der von Menschen aus 87 verschiedenen Nationen rund um den Erdball besucht wird. Ich hoffe auch in diesem Jahr wieder eine interessante Mischung von Beiträgen zum Thema „Spiel und Kunst mit Mechanik“ hier zu publizieren. Das Ganze ist mein Hobby und absolut unkommerziell. Ob ich damit Influenzer  bin oder nicht, darüber mache ich mir keine Gedanken.

 

 

 

Köhler Vögel

Wenn davon die Rede ist, bekommen Blechspielzeugsammler ein Leuchten in ihre Augen, das ich gut verstehen kann, da ich in den 70ger  Jahren selbst einer war und eine Reihe von Köhler-Spielzeugen in meiner kleinen Sammlung hatte und so auch diesen.. Aber nun zunächst zu einem Film des Bayrischen Fernsehens aus der Reihe „Kunst und Krempel“,  auf den ich über die sehr verdienstvolle und beste Webseite zum Thema „Singvogel-Automaten“ stieß:

https://www.br.de/mediathek/video/vogel-die-komplette-beratung-noch-einmal-sehen-av:5a3c52e54197220018884e43

Übrigens gibt es in der gleichen Sendereihe noch eine zweite Folge zu diesem Vogel, allerdings mit einem anderen Experten, nämlich Matthias Ernst aus Soltau, dem Chef des dortigen Spielzeug-Museums:


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Das Spielzeug erschien unter dem Firmenlabel GKN (Georg Köhler, Nürnberg) in den 50ger und 60ger Jahren, wobei schon Mitte der 60ger Jahre die eigentlichen Blechspielzeuge zugunsten von Plastikspielzeugen bei GKN verschwanden. Ein GKN Enthusiast hat Jahrzehnte später ein virtuelles Museum der Georg Köhler Produkte ins Internet gestellt, ein wundervolles Kompendium für jeden interessierten Sammler. Man findet im Internet viele Links auf diese Webseite, die aber seit einiger Zeit untergegangen ist.  Gottseidank gibt es die Wayback Machine des gigantischen Internet-Archives in San Francisco, die man nach untergegangenen Webseiten befragen kann, und siehe da, Heureka !

https://web.archive.org/web/20170504121139/http://gkn-toy.de/index.html

Zurück zum Singvogel:  es gibt eine 4-seitige Patentschrift zu ihm vom 2.Juni 1960, die man über das DEPATISnet  einsehen kann und die eine feine Zeichnung des Innenlebens enthält:DE000001082841A_all_pages

Ich besaß damals noch einen zweiten Köhler Vogel, den Raben, den ich eigentlich ob der ausgefeilten und vielfältigen Mechanik noch mehr schätzte, denn er konnte den Kopf verdrehen, mit den Flügeln flattern, mit dem Schwanz wippen, mit dem Schnabel klappern , hin und her hüpfen und schließlich  erbärmlich krächzen ! Er ist auch viel seltener als der Singvogel.  Meine Sammlung entstand in den 70ger Jahren und wurde mir zunehmend weniger interessant, weil das kreative Erfinden viel spannender war. So verkaufte ich sie Anfang der 80ger Jahre. Vielleicht doch etwas voreilig !

Hier das Rabenvideo eines amerikanischen Sammlers:


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Japanische Trick Box mit Tumbling Acrobat (Rolling Puppet ‚Zombie‘)

Bei Steve Armstrongs FB fand ich eine recht komplizierte Trickbox, nach deren Öffnung man mithilfe des Inhalts das historische Spielzeug des Tumbling Acrobat sich aufbauen kann. Der Film zeigt die Bewegungsabfolge des Öffnungsprozesses und macht auch computeranimiert die mechanischen Veränderungen (structural analysis) im Inneren sichtbar.

機構木偶奇遇記【殭屍】機關大公開!

機構木偶奇遇記-焦點展品【殭屍】機關大公開!#機構木偶奇遇記特展全 票 200元學生票 180元優惠票 150元(團體/65歲以上長者/3~6歲)免 費(未滿3歲/身高110公分以下/身心障礙人士及其必要之陪伴者1人)本特展邀請古機械復原專家學者林聰益教授、在地機構木偶設計師唐一秀、銀濟春合作展出共74件精彩作品,週末趕緊來嚐鮮!展覽日期:即日起至108年3月3日止展覽地點:科工館 北館 2F第一特展廳#i_love_nstm#林聰益 #唐一秀 #銀濟春#機構木偶奇遇記#國立科學工藝博物館

Gepostet von 國立科學工藝博物館 am Dienstag, 25. Dezember 2018

Der Kommentar von Stefan Grünenfelder ließ mich nochmals nach anderen Videos suchen. Dabei stieß ich auf eine schöne Analyse der Kinematik in dem Video von Barry Falkner, welches Stefans Vermutung bestätigt:


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Martin Gobsch: 2.Theatrum Mundi in Erfurt

(C) Martin Gobsch

Deutschlands ehrgeizigstes Automatenprojekt, im Schaufenster der Kinder- und Jugendbibliothek Erfurt, Marktstr.21, ist nun schon seit vielen Monaten nach Münzeinwurf in Bewegung zu erleben, obwohl es noch nicht ganz vollendet ist. Leider habe ich bis heute noch kein Video darüber gefunden. Ob es eine gütige Person in Erfurt gibt, die für mich Abhilfe schaffen kann ?

Es gibt jedoch verschiedene Presseberichte mit entsprechenden Fotos:

https://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Odyssee-im-Theatrum-Mundi-fertiggestellt-884992070

Und hier ein launiger Pressebericht von Kathleen Kröger über Erfurts „Automatenkultur“, in dem das Eingangsfoto Martin Gobsch neben seinem mechanischen Opus Magnum, dem Schnitzwerk mit Szenen aus der Odyssee, zeigt.

https://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Automatenkultur-Konsum-und-Kultur-auf-Knopfdruck-1980490172

 

 

Paul Spooner: The Riot (1996)

Paul Spooner veröffentlichte gestern ein Meisterstück, dessen Bau schon 22 Jahre zurückliegt. Es bezieht sich auf ein historisches Ereignis in Newport, Wales, was dort  1839 stattfand, der Sturm der Chartisten unter Robert Frost zum Westgate Hotel (hier etwas Hintergrundwissen):


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