Tinkering Fundamentals: Motion & Mechanisms

Das Tinkering Studio des EXPLORATORIUM, San Francisco, bietet ab 27. Juli einen 5 Wochen-Kurs zu obigem Thema an. Konzept und Arbeitsweise könnte sehr inspirierend für den Technikunterricht an deutschen Schulen sein. Am Ende des Kurses werden zusammengefaßte Ergebnisse über Videos zugänglich gemacht. Im Studioblog SKETCHPAD kann man sich schnell über laufende Aktivitäten informieren.

Hansjörg Leible: Drehorgel mit Figurenautomat

(Titelbild der Zeitschrift DMM Nr.122 von 2015 mit der Orgel „Das Historische Bankett“ von Hansjörg Leible)

Diese Orgel hatte Premiere bei der Landesgartenschau 1999 in Weil am Rhein und konnte mit 1 DM Münzeinwurf gestartet werden, was dann auch während der Halbjahresschau 10.000 mal geschah, ohne daß die Orgel einer Reparatur bedurfte ! Danach ging sie an das Museum Haus Löwenberg ins badische Gengenbach, wo der rührige Reinhard End seit vielen Jahren hervorragende Ausstellungen organisierte und eine einzigartige jährliche Schau „Schauen und Staunen“ in der Adventszeit inszenierte, an der viele Künstler mit dem Thema Skulptur und Bewegung, Kinetik und Maschinenkunst, teilnahmen.

Aber zurück zu dieser Orgel, die den Figurenautomat „Das Historische Bankett“ zeigt, einer Tischgesellschaft mit dem Knödel verschlingenden König in der Mitte und umgeben von einer Gesellschaft, die ungeduldig auf ihre Essensteilhabe wartet. Beim Abspielen der Orgelmelodie kommen einzelne ganz unmusikalische Geräusche hinein, die jedoch übergangslos in den Rhythmus der Melodie eingepaßt sind und von den hungrigen Teilnehmern erzeugt werden. Ein Glücksfall für mich: ich fand  dazu einen detailreichen Artikel in der Fachzeitschrift „Das Mechanische Musikinstrument“ von Hansjörg Leible, der das Innenleben dieses Meisterstücks beschreibt. Die Musik und die synchronisierten Bewegungen des Figurenautomats gibt es nun in diesem Video von Eric Faure zu hören und zu sehen:


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Ich habe schon mehrmals Hansjörg Leible in meinem Blog erwähnt. In diesem Artikel von vor fast auf den Tag genau 6 Jahren komme ich auf ein japanisches Video über eine Leible-Orgel zu sprechen. Darauf schrieb mir Sergio Pinese u.a. in einen Kommentar, daß es in Leibles Wohnort Kandern-Holzen einen münzbetätigten Hexenautomaten gäbe , von dem ich nun auch Videos entdeckte (der Ton allerdings in alemannischer Mundart und teilweise durch den Straßenverkehr überlagert, natürlich ein Werk von HJL):


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Zwei Arbeiten des japanischen Technologiekünstlers Ugoita T.

Origamivögel tanzen Technorhythmen:


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Rhythmic Pic: 3 flachmechanische  Bildkästen sind in ihren Bewegungen mit Technomusik synchronisiert;


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Lorenzo Cambin: Installation am Pass San Bernadino

Wie schwingende Riesengräser mutet die gestern eröffnete Installation von Lorenzo Cambin an !

Ein Werkteil des Künstlers befaßt sich auch mit Automata, wie ich auch früher hier schon einmal zeigte.


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Ellen Rixford’s Superbuch über Buchhandlung Walther König zu beziehen

(Foto: Jere Ryder)

Ellen Rixford’s „Figures in the Fourth Dimension“, das absolute Standardwerk für die Freunde der figürlichen Mechanik (hier Auszüge aus dem Buch), steht im Katalog von W.König für 85 Euro, was gegenüber normaler Einzel-Bestellung im Selbstverlag der Autorin (80 Dollar das Buch + 58 Dollar ! Portokosten der amerikanischen Post) sehr günstig ist.

 

Michael Pflüger : „Eigensinn macht Sinn“ (u.a. Maschinenkunst)

Etwas verspätet entdeckte ich diese Ausstellung des Hamburger Metallkünstlers, die am 12.Februar in Uetersen bei Hamburg im Museum Langes Tannen zuende ging. Es gab ein graphisch exzellentes Plakat, dessen zentrales Objekt das Photo der Zeichenmaschine zierte:

Hier jedoch das komplette Plakat als Foto: 

Der NDR sendete am 20.Januar in seiner Sendung „Lust auf Norden“ einen Beitrag über diese Ausstellung, der allerdings heute nicht mehr zugänglich ist. Jedoch fand ich noch einen Artikel des Hamburger Abendblattes (Autor: Fabian Schindler) vom 24.Nov.2016. Und schließlich 2 Amateurvideos auf YT von Paul Horn:


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Und zuletzt die oben erwähnte Zeichenmaschine in Bewegung:


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