Das Rothschild Petersen Patentmodell Museum (USA)

BoingBoing brachte vorgestern einen Artikel über diese Privatsammlung und ihre wechselhafte Geschichte. Alle Patentmodelle stammen aus der 90jährigen Epoche zwischen 1790 und 1880, als jeder Patenteinreicher zur Patentschrift auch noch ein Modell abgeben mußte. Diese Regelung wurde ab 1880 wegen zweier Brände des Modelllagers und zunehmendem Platzmangel bei inzwischen 200.000 Modellen aufgehoben. Davon sind noch 4000 in diesem Patentmodellmuseum überliefert.
Ein Modellbeispiel mit viel Maschinenappeal ist die „Cracker machine“ aus der Nahrungsmittelindustrie, deren genaue Funktionsweise man sich aus der Patentschrift erschließen muß.

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In einem halben Jahr erscheint ein repräsentatives 350-Seiten-Buch über die Sammlung, welches in Deutschland bei O’Reilly für ca. 21 Euro angeboten wird: „Inventing a Better Mousetrap – 200 Years of American History in the Amazing World of Patent Models“ der Autoren Alan Rothschild und Ann Rothschild :

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Mit dem gleichen Titel brachte das Smithsonian 2012/13 eine Ausstellung heraus deren 32 Modelle großenteils aus obiger Sammlung stammten. Hier ein TV-Beitrag dazu:


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Bernie Lubell mit neuer interaktiver Holzmaschine

Bernie Lubell hatte bis vor wenigen Tagen eine Soloausstellung bei „Intersection for the Arts“ in San Francisco. Eine seiner typischen raumfüllenden Holzmaschinen ist eine Modifikation älterer ähnlicher Maschinen, wo jeweils zwei tretmühlenartig arbeitende Menschen gegeneinander antreten, verbunden durch ein mechanisches System, um dann aber überhaupt keinen Fortschritt in der Aktion zu erzielen (auch ein Gleichnis für den politischen Stillstand der beiden großen Blöcke im amerikanischen Congress).

Hier nun die neue Installation, deren ausführlichere Beschreibung in diesem Text steht. Die früheren Arbeiten, auf die sich die hier gezeigte modifizierte Arbeit bezieht, können in diesen beiden Videos angesehen werden:
http://www.youtube.com/watch?v=n1yEp2fY8-k
http://www.youtube.com/watch?v=76vvpr9Q2w0


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Teo Mahlknecht- ein Holzbildhauer aus Südtirol

Er ist der Schöpfer des zuvor genannten Tourismusflipper aus Meran und für mich eine Entdeckung. Seine unkonventionelle Webseite mit der kinetischen Titeltypographie „byteo“ läßt gar nicht erst die Vermutung zu, daß es sich hier um einen traditionellen Herrgottschnitzer handeln könnte. Vielmehr steht in seiner Webseite:

„Mit lieblicher Respektlosigkeit geht Teo Mahlknecht an die Bildhauerei heran. Lustige Ironie und feine Technik steigert seine Fertigkeit wie z.B. beim unvorsichtigen Hahn, der gedankenlosen Gans, die neugierige Maus u.a.
Das ist seine Welt, eine neu erfundene Tierwelt, geschaffen mit Scharfsinn und phantastischer Kreativität. Seine Werke sind vergnügt und lebensfroh, exakt in den Details und überraschend in den Verrückungen und in den surrealen Zusammenhängen.“

Ein zweiter Schaffensbereich sind die animierten und didaktischen Skulpturen, wozu auch der Tourismusflipper zählt. Zwölf davon sind aufgeführt, die jeweils noch anklickbare Fotos, Text und u.U. Videos enthalten. Ein weiteres Beispiel ist eine fast lebensgroße Kuh in der Sennerei Algund, deren Biologie in einer lichtunterstützten Tonschau mit einigen Bewegungen erklärt wird.


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Keith Newstead: How the other half lived (Donation Box)

Das letzte Werk von KN ist wieder eine Donation Box, also ein münzbetätigter Automat, undzwar für das Cusworth Hall Museum. In gewohnter großer Könnerschaft stellte KN diesen Automaten fertig, bei dem zunächst die Dienerschaft im Flur eines Herrenhauses gezeigt wird, die sich mokiert über eine Orgie der Upper Class, die als Schattenspiel sichtbar wird, als sich das Eingangsportal öffnet:


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Cyclope-Spektakel bald in Basel

Ich berichtete kurz vor der Premiere in Winterthur am 27.Februar darüber. Nun fand ich einen sehr schön gefilmten dreiminütigen Bericht von Art-tv.ch und möchte daran erinnern, daß das Spektakel ab 10.Juli in Basel zu sehen sein wird.


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Tim Lewis Retrospective 2010 – Flowers Gallery, London

Diesen nun älteren Film muß ich damals nicht mitgekriegt haben, wahrscheinlich weil ich schon vor 4 Jahren über Tim Lewis Retrospektive berichtete..
Jedenfalls liefere ich hiermit dieses sehr ästhetisch gefilmte Video der Flowers Gallery nach.
(Via FB automata , wo Aaron Kramer zusätzlich auf TLs Beteiligung an der vorjährigen Kinetica hinweist und dieses Interview
zitiert: http://www.aestheticamagazine.com/blog/interview-with-tim-lewis-kinetica-art-fair-london/


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Eine weitere Alpenkugelbahn: der Tourismusflipper von Meran

Diese Südtirol-Kugelbahn, von einem Grödner Schnitzer ebenfalls aus Zirbenholz gefertigt, ist eine Attraktion im Tourismus-Museum des Schlosses Trauttmansdorff in Meran. Die 10 m lange, mächtige Anlage karikiert touristische Klischees und bildet die vom Tourismus beherrschte Alpenlandschaft ab, in der ein Kugelparcours eingebettet ist, dessen Kugelläufe als ein Geschicklichkeitsspiel höchst interaktiv von den Besuchern gesteuert werden können. Der Lauf der Kugeln erzeugt zudem eigene mechanische Effekte in der Berglandschaft.


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Hier noch ein Amateurvideo über die Bahn: http://youtu.be/zbrXRdCuVfI

Nachträglich erfuhr ich auch den Namen des Künstlers durch das Museum: es ist Teo Mahlknecht, für mich eine große Entdeckung, auf die ich noch gesondert eingehe! In einem Suedtirolspiel gibt es noch einige technische Angaben zur Anlage, hier nur auszugsweise genannt: über zweieinhalb Tonnen schwer, 37 Elektromotoren, 13 Weichen, 33 bewegliche Szenen und 6 Schneckenförderer für den Hochtransport der Kugeln.
Auf der Webseite von TM fand ich dann auch noch eine prächtige Aufnahme der sicherlich schwer zu fotografierenden Gesamtanlage, bei der man gut alle Hebel erkennen kann, mit denen die Kugel
über 13 Weichen gesteuert werden kann:

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Und hier ein Blick hinter die Bahn mit dem daran arbeitenden Künstler. Es sind zwei der sechs Schneckenförderer zu sehen:

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Der Kugelwald am Glungezer(Tirol)

In fast 1600 m Höhe befindet sich eine urige Attraktion mit einer ganz besonderen Kugelbahn, die in der Sommerszeit geöffnet und komplett aus Zirbenholz gebaut ist, einer robusten Kiefernsorte, die hier eins der größten Vorkommen in Europa hat. Der Glungezer ist ein 2677 m hoher Berg in den Tuxer Alpen südöstlich von Innsbruck.


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