Der Kinofilm "Das große Museum"

Gerade in der vergangenen Woche ist dieser Film von Johannes Holzhausen in Deutschland angelaufen, der bei diesem Museumskoloß, dem Kunsthistorischen Museum Wien, einem Museum von Weltrang, uns hinter die Kulissen schauen läßt noch während der letzten beiden Jahre der langjährigen Renovierungsarbeiten bis zum Staatsakt der Neueröffnung in 2013.

Das Herz des Museums ist die Kunstkammer, in der einzigartige Automaten der Renaissance zu finden sind (ich berichtete darüber hier). Nun gibt es den Schiffsautomaten, der dreimal im Film vorkommt, einmal während der Restaurierung, wo dieses Prunkstück mit offenen „Eingeweiden“ zur Seite gekippt auf dem Tisch liegt, der Restaurator mit Schweißperlen auf der Stirn nur leise vor sich hinmurmelt: Scheiße, Scheiße, Scheiße, Scheiße, später das fertige Schiff in die Vitrine gesetzt wird, und drittens ein Fachbesucher aus England vom Abteilungsleiter die Automatenfunktionen erklärt bekommt. Das ist der blogrelevante Teil, jedoch alles andere bietet einen Einblick in das innere Leben eines Museums, wie man es sonst nie zu Gesicht bekommt. Äußerst sehenswert!

Hier der Trailer:

DAS GROSSE MUSEUM – deutscher Trailer from NAVIGATOR Film on Vimeo.

Zur Erinnerung: Das Museum hat vier Filme über seine Automaten herausgebracht, darunter
eben auch einen über den Schiffsautomaten von Hans Schlottheim,1585:


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Michael Landy: Saints alive (National Gallery, London, 2013)

Manches finde ich leider etwas verspätet, in diesem Fall nach über einem Jahr. In dieser bemerkenswerten Ausstellung zeigt Landy die Ergebnisse eines Gastaufenthalts im Museum, bei dem 7 interaktive Skulpturen entstanden, deren Figuren (Märtyrer) aus den Renaissancegemälden
entlehnt wurden und in die Dreidimensionalität transponiert wurden.
Auszug aus der Kataloganzeige :
„In 2010, Michael Landy became the eighth Associate Artist at the National Gallery, London, where he was given a studio in which to make new work inspired by the collection. During his residency, he became fascinated with depictions of saints in sacred paintings. Intrigued by tales that chimed with his own anti-materialist philosophy, he decided to combine these narratives with a long-standing interest in kinetic sculpture. The resulting works bring to life Old Master paintings for a twenty-first century audience. Comprising seven large-scale, interactive kinetic sculptures, they include a three-metre wide ‘wheel of misfortune’ based on the martyrdom of Saint Catherine of Alexandria, a self-flagellating Saint Jerome and a self-defacing Saint Apollonia.“

Leider fand ich kein Video aus der Ausstellung selber, jedoch eines aus der Vorbereitungszeit
mit einem Interview der Guardian-Journalistin Charlotte Higgins:


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Hier noch zwei Besprechungen aus dem Telegraph:

1) http://www.mutualart.com/OpenExternalArticle/Michael-Landy-on-the-best-contemporary-a/1CC01BB3B4A1DDC5
2) http://www.mutualart.com/OpenExternalArticle/Michael-Landy-on-the-best-contemporary-a/1CC01BB3B4A1DDC5

und schließlich noch ein GIF von Liz Goldwyn, das das Exponat St.Apollonia beim Zähneausreißen zeigt:
http://vine.co/v/b3BVrXmxEJ1

Weiter zurück im Jahr 2011 zeigte er auf der Londoner Frieze seine „credit card destroying machine“, die formal eine Hommage an Tinguely ist und inhaltlich seine anti-materialistische
Grundhaltung früherer Kunstwerke fortführt.


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Bernhard Hubers spielerisches Räderwerk

BH bedankt sich im Begleittext des Videos für das Zahnradkonstruktionsprogramm von Matthias Wandel und die Anregungen von Nguyen Duc Thang für die Getriebe-Effekte. Herausgekommen ist ein schönes Beispiel verspielter Mechanik, die Matthias Wandel eine do-nothing machine nennt.


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Vertrieb der ARToy-Kits aus Taiwan startet nun

17 Modelle aus Sperrholz und in Steckbauweise ganz ohne Leim zu montieren, kommen nun auf den Markt. Sie sind nach den bekannten Automata-Vorbildern von Keith Newstead und Walter Ruffler konstruiert und können mithilfe von Einzelvideos in Online-Unterstützung zusammengesteckt werden.
ModelShop-Youtubekanal

(Hier die ARToys-Webseite:
http://www.go-modelshop.com/products?serial=serial_4&locale=en)


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Maurice Montero, ein Automatakünstler aus Ecuador

Irgendwo auf FB entdeckt und dann auch bei Philsing gesehen, der ihn schon vor Jahren vorstellte, googelte ich weiter und fand einen 26-minütigen TV-Film von Christian Obando:

Maurice Montero from Christian Obando on Vimeo.

Es gibt mehrere kurze Objektfilme bei Youtube, so z.B.


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oder:
http://www.youtube.com/watch?v=01FSQPxEV6U

oder auch erotisch:
http://www.youtube.com/watch?v=k46JjRETFAg

Bei den Bicicletas gibt es die Besonderheit, daß die Fahrradreifen gezahnt sind und damit die einfachste Verbindung mit dem Antriebsgetriebe im Unterbau erhalten. Ein Riemengetriebe wäre da viel plumper!

Geisha en bicicleta from Maurice Montero Sauvage on Vimeo.

Auf den FB-Seiten von Montero gibt es Fotos von Objekten in großer Anzahl:
http://www.facebook.com/tallersauvage?fref=ts
http://www.facebook.com/maurice.monterosauvage/media_set?set=a.101084013248523.2444.100000407744911&type=1

Simon Arizpe: Oh a Bear !

Wie ich aus dem FB der Movable Book Society erfahre, gibt es einen Bericht über die kürzlich stattgefundene Conference der MBS im Blog der Smithonian Libraries von Elizabeth Broman. Sie kommt dort u.a. auf den Teilnehmer
Simon Arizpe zu sprechen, der eine Popuparbeit in Form eines Flexagons vorstellte.

Ohabear Grizzly from Simon Arizpe on Vimeo.

Simon Arizpe ist junger Illustrator und Paper Engineer und lebt in Brooklyn,NY.

Kurioses Holzfahrrad mit Zahnradgetriebe, natürlich auch aus Holz!

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(Foto Jeremy Cook, Make 11.Okt.2014))
Dieses fand ich in einem Bildbericht (s.o.) über den Maker Faire Atlanta,GA, am vorletzten Wochenende. Nach einigem Googeln stieß ich auf den Erfinder, Collin Graver, einem hochkreativen Oberschüler aus einem Vorort von Atlanta, der natürlich auch Fan vom kanadischen Holzmechanikgott Matthias Wandel ist. Collin hat schon als erst 14jähriger sein erstes zahnradgetriebenes Holzfahrrad gebaut. Die neue designmäßig viel schönere Version 2.0 seht ihr oben. Sein Blog mit dem wortspielerischen Titel „Wood You? Should You?“ zeigt uns viele Details seiner Projekte und läßt uns nur so staunen.


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Nachtrag Ortwin Grüttner/Murmiland: TV-Bericht bei Sat.1

Wie so oft bei solchen Beiträgen ist die „Haltbarkeit“ begrenzt auf vielleicht 1 Woche, deshalb empfehle ich nicht zu lange zu prokrastinieren. Schaulustige haben 2.45 lang Freude!

http://www.sat1regional.de/panorama-video/article/murmiland-hannoveraner-baut-ausgefallene-murmelbahnen-156847.html

Flipperburg_klein
(Foto „Flipperburg“, 2011, aus der Webseite von Murmiland)