-Dieser Blog bearbeitet Informationen, Medien und Links zu bewegten Skulpturen (Kinetische Kunst), Kugelbahnen, kuriosen Maschinen, Automata und Papiermechanik. – This blog is devoted to the subject of Kinetic Art, Rolling Ball Sculptures, Automata, weird machines and wooden and paper mechanics.
In diesem Video von Johnny Kelly ist nun auch das Thema „Automata“ in der Werbung angekommen, nachdem der Themenbereich „Kettenreaktion“ schon mainstreamig zu werden droht. Und zwar als Stilmittel für eine einminütige Zeitreise eines durch Bewegung absolut glücklich gewordenen Menschen, dargestellt in den Automatamodellen der englischen Propmaker von ANARCHY. Dabei ist dieses Werbevideo mit einer schmissigen Melodie unterlegt, die die Bewegungen verstärkt.
(Thanks to Dug North)
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Übrigens fiel mir Johnny Kelly mit seinem wundervollen Examensfilm „Procrastination“ schon vor 6 Jahren auf. Wie kompliziert und aufwendig eine Stopmotion-Animation sein kann, wenn sie für ein perfektes Werbevideo gebraucht wird, zeigt Kelly in seinem Making of des Kurzfilms „Back to the start“ für die Chipotle Cultivate Foundation, die sich für nachhaltige Nahrungsmittelherstellung einsetzt.
Kürzlich erreicht uns ein Schreiben von Rob Phillips(USA), der uns vor ca.10 Jahren eine ausführlich erklärte Bilderfolge seiner über 100 Jahre alten Blechspielzeugantiquität „Coal Car“ sendete, die wohl ziemlich unbeachtet in der großen Linkmasse von Kugelbahn.ch schlummerte. Nun aber fügte Rob Phillips
ein Video bei, womit das Ganze sofort zum Leben erweckt wird:
Rob Phillips hat noch eine zweite Bahn, die nach ähnlichem Prinzip funktioniert, die Cable Car von Wolverine, 1929. Die Bahnen benötigen kein Uhrwerk als Antrieb, da das ja die Schwerkraft der Kugeln besorgt, die jeweils in der Bergstation der Bahnen gelagert sind und bei Anstoß eines leeren Wagens eine Kugel auslösen, die den jetzt schwerer gewordenen Wagen wieder nach unten fahren läßt.
Das hervorragende amerikanische Spielzeugarchiv „Grand Old Toys“ zeigt das Stück in verschiedenen Ansichten und mit weiteren Infos hier
Ich habe in meinem Katalog „Gamages Christmas Bazaar, 1913“ eine weitere Version („Mountain Railway“) dieses Schwerkraftspielzeuges gefunden, jedoch ohne Angabe eines Produzenten:
Das Spiel mit der Schwerkraft anhand von Kugeln oder auch Sand findet sich in vielen älteren
Spielzeugen, so auch wieder bei Wolverine-Spielzeugen, die im genannten Archiv „Grand Old Toys“ zu finden sind, oder z.B. in einer Katalogausgabe des amerikanischen Kaufhauses Sears und Roebuck von 1927:
Und nun in die Gegenwart:
Offenbar wurde der Konstrukteur der „Kugelbergbahn“ durch das allererste Beispiel inspiriert und
entwickelte einen Holzbausatz für die Werklehrmittelfirma Traudl Rieß, der nun schon viele Jahre im Firmenkatalog angeboten wird (und auch auf der Kugelbahnseite von Jürgen Kintscher beschrieben wird):
Vor einigen Jahren produzierte die bayrische Holzspielzeugfirma Bartl ein Kugelspielzeug „Kugellift“, das ich nun nicht mehr im Programm sah, das ich mir aber damals kaufte und jetzt filmte:
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Wer weitere ausgefallene Schwerkraftspielzeuge mit Kugeln kennt, möge sie mir bitte per Kommentar mitteilen.
Wie ich gerade bei LES GRIGRIS DE SOPHIE lese, gibt es eine Ausstellung und zwar als Retrospektive über Francois Monchâtre noch bis 1.September in Chartres. Leider habe ich nichts an Filmen oder Videos darüber gefunden. Hier der Text des Veranstalters mit weiteren Infos: http://www.chartres.fr/outils-et-services/agenda/detail-de-levenement/article/exposition-mi-figue-mi-raison/annee/2013/mois/07/jour/15/
Orenda (Detlef Hänsel) schreibt mir heute: „…Meine Enkeltochter hatte einige Puppen ausrangiert, und Opa durfte damit werkeln. Interessant, wieviel Mechanik bzw. Elektronik diese Teile heute unter dem Lätzchen haben. Eine Schlafpuppe, die beim Schnarchen die Brust hebt und senkt, hatte es mir besonders angetan. Das mechatronische Innenleben konnte ich einfach nicht entsorgen. Da mußte ich ein weiteres crazy toy draus machen.“
Hier nun sein neuestes ‚crazy toy‘ „Alptraum“:
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Wie ich heute erfuhr, ist gestern der Konzertveranstalter Fritz Rau gestorben, der mir mit seinen Blues- und Gospel-Konzerten Mitte der 60ger Jahre die mitreißendsten musikalischen Erlebnisse meines Lebens verschaffte. Plakatgraphiker Günther Kieser legte mit seinen Plakaten für die Lippman+Rau – Konzerte dieser Jahre den Grundstein für seinen späteren Weltruhm, Hier das Plakat zum Konzert, das ich damals besuchen konnte:
Fritz Rau reiste in den letzten Jahren mit seinen Vorträgen seiner Erinnerungen als Konzertveranstalter durch die Lande,
von denen ich leider keinen mitbekam. Jedoch gibt es eine Reihe von Youtubevideos und Hörbücher, in denen er auch posthum erlebbar bleibt. Hier z.B. mit Biber Herrmann, einem vorzüglichen Bluesguitarristen:
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ist ein Riesenbilderbuch der Technik des ausgehenden 19.Jahrhunderts mit 200 Seiten des Formats 40 mal 51 cm. Welch einen Aufwand, dieses Buch zu illustrieren, trieb damals der Verlag der Washingtoner Regierung, wenn er etwa 2000 Kupferstiche darin versammelte! Vor etwa 35 Jahren entdeckte ich einen preiswerten Nachdruck von 1972 in meiner (bis heute interessantesten) Buchhandlung: Walther König, Köln. Das Original wird in mehreren Angeboten für einige hundert Euro gehandelt, der Reprint allerdings ist schon um 40 Euro über http://www.eurobuch.com/ zu haben
Nun entdeckte ich dieses Buch auch in digitalisierter Form und für jedermann zugänglich bei Smithsonian Libraries: http://archive.org/details/growthindustria00Unit
Leider ist es im Vergleich zur Printausgabe auf dem Computermonitor etwas umständlicher zu erleben, da man die Seite vergrößern sollte und dann dort herumscrollen kann. Wer sich davon nicht abhalten läßt, sollte unbedingt mal dort eintauchen!
Zufällig herausgegriffen: Apparate und Maschinen zur Baumwollgewinnung:
Wie ich darauf komme ? Jörg Kantel (Schockwellenreiter) freute sich über einen ähnlichen Reprint mit 229 großformatigen Seiten, reichhaltig bebildert, von 1977, „Free Enterprise Forever! Scientific American in the 19th Century“ der wie ich bei Eurobuch.com feststellte, schon ab ca. 4 Euro (!) zu haben ist.
Philsing („Lezard Mechanique“)besuchte Robert Coudray, le poete ferrailleur, in der Bretagne in Lizio. Er brachte ein Photo von RC’s neuester Maschine mit und man kann gespannt auf ein Video sein. Wie ich erst heute bemerke, gibt es bei DAILYMOTION inzwischen 11 Videos ihn betreffend. Daraus greife ich mal die unglaubliche Konstruktion des Bachmotors heraus:
Für den Spielfilm „The best offer“ (2012)von Giuseppe Tornatore bauten RH und KN diesen beeindruckenden und verstörenden humanoiden Roboter, den ich in einem unfertigen Baustadium hier vor einiger Zeit bereits vorstellte:
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