Der französische Filmemacher Jeunet spricht hier leidenschaftlich zusammen mit dem Animatroniker Pascal Molina über seine Filmgeschöpfe: https://www.facebook.com/allocine/videos/351772916952999

Einstein le robot (aus dem Film „BigBug“, Netflix)
Spiel und Kunst mit Mechanik II
-Dieser Blog bearbeitet Informationen, Medien und Links zu bewegten Skulpturen (Kinetische Kunst), Kugelbahnen, kuriosen Maschinen, Automata und Papiermechanik. – This blog is devoted to the subject of Kinetic Art, Rolling Ball Sculptures, Automata, weird machines and wooden and paper mechanics.
Der französische Filmemacher Jeunet spricht hier leidenschaftlich zusammen mit dem Animatroniker Pascal Molina über seine Filmgeschöpfe: https://www.facebook.com/allocine/videos/351772916952999

Einstein le robot (aus dem Film „BigBug“, Netflix)
Sie wird beschrieben in dem Fabbaloo-Portal für DIY 3D-Prints von Kerry Stevenson (Design Florian Hu): https://www.fabbaloo.com/2019/11/design-of-the-week-7-segment-controller
Und im darauffolgenden Video zeigt Florian Hu eine Anwendng seiner Technik (bis zum Schluss sehen !) : https://www.youtube.com/watch?v=pBoHq3AG8rw
![The 7 Segment Controller [Source: Cults]](https://fabbaloo.com/wp-content/uploads/2020/05/image-asset_img_5eb08d13511b2.jpg)
Es handelt sich hier um eine düstere figürliche Skulpturen-Installation der iraelischen Künstlerin Aharonovitch, die im Herzliya-Museum ,Tel Aviv, vor etwa 2 Jahren ausgestellt war. Sie verband Automatenszenen mit Teilen der äußerlich idyllischen Haus und Garten Anlage und verarbeitete auch Biographisches darin (siehe den Infotext des Museums).
Und ein weiteres Meisterwerk aus der Gruppe der Domino-Maschinisten-Künstler ! Diesmal ist es TheInvention11, das ist der Kanadier Joel Yantha aus Kingston/Ontario. Im Infotext des Videos gibt es zwei weitere Links zu sehenswerten Arbeiten von Künstlerkollegen.
Sprice Machines, hier schon oft genannt – dahinter steckt Steve Price aus San Jose, Kalifornien – veröffentlichte gestern ein neues Husarenstück aus der Produktion seiner Rube Goldberg Maschinen:
In den 70ger und 8oger Jahren forschte ich im Bereich der figürlichen Flachmechanik. Ich stieß auf das Werk Lothar Meggendorfers, der in den Jahrzehnten vor und nach 1900 die schönsten Ziehbilderbücher schuf. Die allererste Begegnung war diese in Recklinghausen. Ein weiteres Interesse galt den Wiener Biedermeierglückwunschkarten von vor ca. 200 Jahren, die auf halbem Postkartenformat durch feinste Papier-Mechanik animiert wurden. Die wichtigste Sammlung darüber besitzt der Kinderarzt Larry Seidman (USA). Man findet die GIF’s davon auf zahlreichen Pinterestseiten. Und natürlich die Tradition der mechanischen Theater aus dem 19.Jahrhundert, Theatrum Mundi, die damals Jahrmarktattraktionen waren. Ein Highlight für mich war die Entdeckung des Schattentheaters von Emmanuel Cottier aus Genf, das sich mit Fotos und einem Bericht eines Schweizer Grundschulehrers mir erschlossen hat. Leider habe ich kein Filmmaterial gefunden . In dieser Zeit stieß ich auch auf Figuren von Professor Otto Kraemer (1900-1986), der seine TH-Studenten von Zeit zu Zeit zu einem Privatissimum nach Hause einlud, um seine neueste Schattenspiel-Produktion vorzuführen. Inzwischen hatte ich die kleine Schrift über ihn aus der Reihe „Meister des Puppenspiels“ des Deutschen Instituts für Puppenspiel aus Bochum bezogen und viel später das großformatige 134-seitige Buch „Das Schattentheater von Prof. Otto Kraemer“,(im Eigenverlag von Reinhard Kraemer und Peter Müller, 1994) mit einer Menge von Zeichnungen seiner Figuren und ihrer Mechanik. Liebend gerne hätte ich damals irgendein Filmdokument zu den Werken Kraemers gesehen. Der Nachlass von Prof.Otto Kraemer ging Jahre nach seinem Tod an das Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach, das ich 2018 zusammen mit Ellen besuchte und Originalfiguren und Zeichnungen erstmalig sehen konnte, dank der Mithilfe des Leiters Markus Dorner.
Und nun kommt der Hammer: als ich den Namen Otto Kraemer googelte, stieß ich auf diesen 61 Jahre alten Bericht des Südwstfunks , der mir erstmalig seine Kunst in Bewegung zeigte und der vor zwei Jahren für eine Retro-Reihe ausgegraben wurde:
Zwei Beispiele von Zeichnungen der Figuren mit ihrer Mechanik aus dem Buch (siehe letztes Bild), die zeigen wie wundervoll hier die künstlerische Gestaltung einhergeht mit der mechanischen Verwirklichung der Bewegungsintention !
Piko und Max sind die Köpfe der Münchner Straßentheatertruppe Foolpool. Sie sprechen über die Entwicklung ihrer Robotertiere, die eine Art Markenzeichen ihres Straßenzirkus geworden sind . Sie traten früher schon im Maschinenkunstfestival Robodonien in Köln auf. Vor ca. 5 Jahren hatte ich hier einige Impressionen dieses Walkacts bereits gezeigt.
Im Zentrum Magdeburgs wurde im vergangenen Herbst eine nostalgische Attraktion eröffnet, die sich hinter dem Vorhang eines Schaufensters am Markt verbirgt. Die Stadt hatte ein Team um Ingo Mewes von der Hochschule Ernst Busch für Schauspielkunst, Berlin, Abt.Puppenspiel, beauftragt, diese Szene zu bauen, in der Art eines „Theatrum Mundi“, wie man sie von Jahrmärkten des 19 Jhds. kannte. Diese moderne Version kann durch eine Zwei-Euro-Münze in Bewegung versetzt werden.
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/magdeburg/mechanische-puppenbuehne-100.html
Mechanisches Bühnenbild für die Tanzaufführung des Ballets Eloge de la Folie von Roland Petit , Theater Champs Elysées, 1966 (Pinterest). Ob es davon noch Bewegtbilder gibt ?

Sicherlich ein Hauptevent unserer Szene wird diese Ausstellung in der Kunsthalle Lipsiusbau werden: „Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten“ vom 3.6. bis 25.9.2022 !
„Die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bewahren einen Schatz mechanischer Objekte von der Renaissance bis in die Gegenwart, wie ihn kaum ein anderer Museumsverbund zeigen kann. Erstmalig wird der Dresdner Bestand an Figurenautomaten und mechanischen Theatern in seiner ganzen Bandbreite in einer Ausstellung gezeigt und um ausgewählte Leihgaben zur Geschichte der Konstruktion künstlichen Lebens mit Hilfe der Mechanik ergänzt. Entlang von mehreren Ausstellungskapiteln über die Figurenuhren und Tafelautomaten der Zeit um 1600, die Androiden des 18. Jahrhunderts und das mechanische Theater im 19. Jahrhundert bis zu den Musik- und Münzautomaten des frühen 20. Jahrhunderts wollen wir darstellen, wie eine neue Technologie, die Mechanik, in den letzten 500 Jahren populär wurde.“(SKD)
Figurenautomat „Krebs“, Augsburg, um 1590 Unterseite, Hans Schlottheim(?), Gehäuse: Kupfer und Messing, rotbraun bemalt; Werk: Vertikal stehendes ovales Vollplatinenwerk aus Eisen und Messing, Federantrieb mit Schnecke und Darmsaite (SKD) :