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Hiro’s Wooden Clock , Japan
Spiel und Kunst mit Mechanik II
-Dieser Blog bearbeitet Informationen, Medien und Links zu bewegten Skulpturen (Kinetische Kunst), Kugelbahnen, kuriosen Maschinen, Automata und Papiermechanik. – This blog is devoted to the subject of Kinetic Art, Rolling Ball Sculptures, Automata, weird machines and wooden and paper mechanics.
Hiro’s Wooden Clock , Japan
Hinter dem YT-Name steckt der japanische Apotheker Tetsu Yamakami, der schon vor vielen Jahren mit seinen wuchtigen Hobbyarbeiten bekannt wurde, die ich damals als „Holz gewordene Freude an mechanischer Steuerung“ bezeichnete. Nun also dieser Vogel, der charmanterweise einen kurzen Einblick in die innere Mechanik zuläßt, wenn er die Flügel hebt, aber auch noch den Kopf dreht, den Schnabel öffnet, den Schwanz hebt und den ganzen Körper wenden kann:
Ich berichtete bereits 2009 über Monestier und nun zitiert Mylinda Sneed im FB automata… einen Artikel in Atlas Obscura, in dem auf seine monumentale Skulptur „The Defender of Time“ in Paris hingewiesen wird, die nun schon weit über ein Jahrzehnt stillgelegt ist, weil es für eine Renovierung im Jahr 2003 kein Geld mehr gab. Ein Video zeigt den Meister im Atelier bei der Arbeit und Erprobung an der Skulptur, eine gute Gelegenheit sie noch einmal in Bewegung sehen zu können.
Der weniger bekannte Künstler gehört im Automatenbau zu den besten der Gegenwart. Ein fast 7-minütiger Film gibt einen Überblick über sein Schaffen:
J.Orellana ist inzwischen 85 Jahre alt und blickt auf ein großes Lebenswerk zurück. Er ist als Musiker, Komponist und Klangkünstler mit zahlreichen Instrumentenerfindungen und Installationen hervorgetreten, bei denen sich Funktionalität und skulpturale Qualitäten in beeindruckender Weise verbinden. Nun wird es Zeit, sein in über 50 Jahren gewachsenes Werk zu ordnen, zu sichten, zu dokumentieren und wo nötig auch zu restaurieren. Das wurde mit einem Kickstarter-Projekt, das sein Finanzierungsziel sogar übertroffen hat, gewährleistet. https://www.kickstarter.com/projects/591803500/lets-make-art-history-and-preserve-joaquin-orellan?ref=category_recommended
(Via HYPERALLERGIC )
Scott Swaaley, ein junger Physik-und Techniklehrer der High Tech High in San Diego,CA, hat seine Projekte in einer Dokumentation GRITLab gesammelt und beschrieben und dabei eine grundlegende, sehr fundierte Technikdidaktik entwickelt, die das Fach zusammen mit anderen Disziplinen wie Geschichte / Politik / Gesellschaftswisenschaften projektartig verknüpft und den Schülern viel Raum zum eigenverantwortlichen Forschen und Entwickeln gibt. Es ist eine Konzeption, die weltweit beispielhaft ist, jedoch auch getragen ist von der Vision eines außergewöhnlichen Lehrers. Ich erinnere an sein wundervolles Projekt „Apocalypto“, auf das ich hier früher schon hinwies. Es sind inzwischen weitere Projekte hinzugekommen (siehe oben), die meist von detaillierten Videos seines YT-Kanals begleitet werden. Hier der Channel-Trailer dazu:
Vor drei Jahren gab es auch einmal ein Automata-Projekt: „Working with Wood…“ , aus dem die folgenden Impressionen stammen:
In der Quellenliste „General Resources“ von GRITLab finde ich eine feine Kompilation von 21 YT-Filmen zum Thema „Mechanische Bilder in Flachmechanik, die er hier „2D-Automata“ nennt. Für die mehrjährigen Leser meines Blogs sind es alles alte Bekannte, jedoch in dieser Zusammenfassung wiederum sehr hilfreich:
Eine prächtige Ausstellung des Metropolitan Museum of Art heißt „The Luxury of Time…“ und zeigt eine Auswahl von Highlights der europäischen Uhrmacher- und Automatenkunst noch bis 27.März 2016 (in this occasion cordially greetings to 308 W 97th str. !!). Siehe auch Allison Meier’s Artikel in HYPERALLERGIC , der besonders auf den Prunkwagen der mit Pfeil und Bogen bestückten Diana eingeht, einer Augsburger Arbeit um 1610, die frisch restauriert von der Yale University ausgeliehen wurde. Es gibt ein Video dazu, das uns auch einen Blick auf die Mechanik dieses Meisterwerks gestattet:
(Thanks to Edward Cady , FB automata…)
Heilbuth (1912-2002) war Sohn einer wohlhabenden jüdischen Hamburger Familie und mußte als junger Mann 1938 vor den Nazis flüchten, was ihn nach San Francisco brachte, das er später auch nie wieder verließ. Er war ein Intellektueller, der 3 Sprachen beherrschte und ein hervorragender Musiker, Komponist und Instrumentenbauer, der sich aber nie um irgendwelche öffentliche Aufmerksamkeit bemühte. Autodidaktisch brachte er sich das ganze handwerkliche Know How bei, das z.B. für die Herstellung großer Orchestrions notwendig ist und war in der Lage mit eigen erfundenen Werkzeugen eigene Kompositionen in die Papierrollen bzw. Pappbänder zu programmieren. Mehr darüber im Artikel von Aubray Weirdsley im Livejournal: http://outsider-music.livejournal.com/103334.html
Hier nun eine knapp 37-minütige Doku mit Robert Heilbuth von Bob Burnside, in der viele weitere mechanische Musikinstrumente des begnadeten Künstlers vorgestellt werden:
das ist mit bürgerlichem Namen Ignacio Rodriguez Llinares aus Sevilla (ich berichtete anfang August bereits über ihn).
Inspiriert durch diesen FB-Bericht , übernommen von Nicholas Chandler: https://www.facebook.com/guanitoweb/videos/vb.1065553443/10206485558432152/?type=3&theater
Wie COLOSSAL vor 4 Tagen mitteilte, gibt es diese neue ukrainische Firma in Kiew, die mit einem extrem erfolgreichen Kickstarterprojekt begann, diese Spielzeuge zu fertigen, die durch einen Gummibandaufzug in Bewegung versetzt werden können.
Rotsch Weber’s steampunkiger Getränkeautomat ist schon über 4 Jahre alt und wurde auf der damaligen Wiener Roboexotica vorgestellt (ich berichtete darüber ) Hier gibt es aber ein neues, besser gefilmtes Video über das außergewöhnliche Gerät.