Mechanische Tigerfalle aus Sumatra

Diese selbsterklärende Abbildung einer Tigerfalle ist in einem 19-seitigen Kapitel über Fallen aus verschiedenen Kulturkreisen enthalten. Sie ist in dem reich bebilderten Buch  „Walter Hirschberg / Walter Janata: Technologie und Ergologie in der Völkerkunde“ 1966, 321 S., zu finden. Ich habe gerade bei Eurobuch.com nachgesehen und wundere mich darüber, daß es für wenige Euros mehrfach antiquarisch erhältlich ist.

Blick zurück 7: Takashi Yamamiya (JP)

Ziemlich genau vor 10 Jahren machte ich diesen Eintrag über den japanischen Programmierer und Künstler Takashi Yamamiya. Ich muß zugeben, daß  ich damals ammeisten beeindruckt war von seiner „genähten“ Musikmaschine.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

In seiner Studentenzeit und noch nach seinem Examen an der Kyoto City University of Arts (Abteilung Skulptur) baute er  in den 90ger Jahren kinetische Apparaturen für seine eigenen Performances. Leider ist die Bildqualität nicht sehr gut. Ich kann es gut nachempfinden, denn in meinen wilden Jahren hatte ich kaum auf gute Dokumentation geachtet, was ich heute bereue.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

In den letzten Jahren kamen seine „Logic Machines“ hinzu , mit denen er das duale Rechensystem als Grundlage des Computers visualisiert. Er hatte mit diesen Geräten einen Stand auf dem Maker Faire Kyoto .


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Webseite on Takashi Yamamiya:   http://metatoys.org/propella/en/   und Facebook:  https://www.facebook.com/takashi.yamamiya?fref=nf

 

Die Maschine in der Karikatur (ein Buch von 1916 !)

Ich stieß auf diese Abbildung  des über 100 Jahre alten Originalbandes von  Hans Wettich und war hocherfreut, es über Eurobuch.com noch einmal wiederzusehen und es für unter 10 Euro erwerben zu können. Es war aber nicht die gezeigte Ausgabe, sondern ein Nachdruck der edition „libri rari“, Th.Schäfer, GmbH, 1983. Auf jeden Fall ein höchst erfreulicher Fischzug, wie ich heute nach Erhalt des Buches sagen kann.

Hier eine Probe:

S.126 „Die Patent-Impulsoria, eine Eisenbahnlokomotive unter Vermeidung des gefährlichen Dampfkessels, mit der auf der Londoner Südwestbahn Versuche angestellt wurden.“ Leipziger Illustrierte Zeitung  vom 13.Juli 1850.

Die edition „libri rari“ faszinierte mich in den 70ger und 80ger Jahren, da sie wunderschöne Reprints der Maschinenbücher der Renaissance und des Barocks herausbrachten. So befindet sich in meiner Privatbibliothek  Salomon de Caus „Von gewaltsamen Bewegungen“, Ramelli „Schatzkammer mechanischer Künste“ und schließlich das 10-bändige Prachtwerk von Jacob Leopold „Theatrum Machinarum“ , eine Enzyklopädie, welche die gesamte damalige Technik zu Anfang der 1700er Jahre umfaßte.

Peter Dahmen: Paper Engineer aus Dortmund

Der schon seit langem auch international tätige Pop-up-Künstler hatte vor Weihnachten ein Video herausgebracht, das Pop-up-Karten zeigt, die man im Museumsshop des MoMA, New York, kaufen kann. Besonders formschön und eindrucksvoll in der Bewegung erscheint mir die Friedenstaube, ein Kunstwerk, das es verdient hat, in diesem Kunsttempel angeboten zu werden !


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Webseite: https://peterdahmen.de/

Eine Flötenuhr um 1800 und zwei Serinetten

Orgelbauer Xavier Szymczak aus Nancy ist darauf spezialisiert, orgelartige mechanische Musikinstrumente zu restaurieren. Seine Webseite  „Cylindres, manivelles & CO“  enthält viele Instrumente dieser Art, die auch in seinem Videokanal dokumentiert sind:  https://www.youtube.com/user/baryton5/videos                                                                                                       Hier nun Beispiele mit recht kleinen Metallpfeifen.

https://www.youtube.com/watch?v=a74f27SOlow&t=5s

https://www.youtube.com/watch?v=cbEAhG77N0o&t=39s

https://www.youtube.com/watch?v=bTGQ5oiKrhI&t=27s

 

Repräsentativer Katalog und neue Webseite „Kunstmaschinen Willi Reiche“

Nun ist der von mir lang erwartete und von Tania Beilfuß  sorgfältig editierte Katalog heraus !  Er zeigt uns auf 164 Seiten mit 135 Farbfotos das gesammelte kinetische Schaffen von Willi Reiche, womit 70 Skulpturen des Künstlers chronologisch von 1998 bis heute von Tania Beilfuß professionell ins Bild gesetzt und beschrieben wurden. Vorangesetzt ist ein Vorwort des Moderators vom ttt-ARD-Kulturmagazin, Max Moor und eine Werkbetrachtung und kunstgeschichtliche Einordnung von Frau Dr. Helga Stoverock. Abgeschlossen wird der Band durch die Vita und ein Glossar, wie ich es in einem Katalog noch nicht erlebt habe. Dadurch werden die Texte, die mit Fachbegriffen zur Herkunft der Teile informieren, auch für den Laien verstehbar. Was z.B. ein Beobachter einer Skulptur fälschlicherweise als Staubsauger identifizierte, ist in  Wahrheit ein Kälbermilcherwärmer !

Der Katalog ist über http://kunstmaschinen.de/katalog/ bestellbar und kostet 24,95 Euro, zzgl. Versandkosten von 4,99 Euro (DHL-Paket).

Neue Webseite  www.kunstmaschinen.de

Die Neugestaltung der Webseite bildet nun eine Einheit mit dem Katalog. Hervorzuheben ist die einzelne Aufführung aller 70 Arbeiten mit den Erläuterungstexten und weiteren Angaben. Eine Premiere stellt der 5-Minutenfilm über Willi Reiches Kunstmaschinen von Bo-Christian Riedel-Petzold dar:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

 

Laurent Pouvaret (FR): Ferrailles (Animation)

Auch Laurent Pouvaret war Teilnehmer dieser Ausstellung von 2008 in Nancy  „Machins – Machines“ Er hat schon viel früher einen sehr maschinenbezogenen Animationsfilm von knapp 6 Minuten Länge produziert, über den Unifrance schreibt: „Dans un univers hétéroclite de pièces détachées réorganisées en un monde fantastique et plus ou moins organique, d’étranges personnages métalliques s’acharnent en vain à faire fonctionner une vieille usine improbable.“

 

 

Emile Ratier (FR)

Emile Ratier (1894-1984) stammte aus einem Bauernhof und übte nach dem 1.Weltkrieg verschiedene Berufe aus. Im Alter von 65 Jahren erblindete er, wurde depressiv und fand als Blinder (!)  zum Bau von mechanischen Holzspielzeug, das er in großer Zahl fertigte (mehr bei Outsider Art Now)  In der legendären Ausstellung „Machins – Machines“, 2008,  war er auch posthum vertreten. Nun fand ich ein Erklärvideo des Kunstmuseums Bochum, das uns mit Aga Motz und Meika Wolff eine Ratier-Skulptur näher bringt.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Dominique Corbin (FR): Papiermechanik

Automatist Dominique Corbin hat zur Jahreswende einen wunderschönen Neujahrsgruß für alle Leser seines Blogs ( http://www.blog.machines-animees.fr/) geschaffen, der von Ernest Nister inspiriert war, einem Meister der revolving books.

                                               „La lumière au bout de tunnel“

 

Und direkt heute kam noch diese Rekonstruktion eines alten Ausschneidebogens für ein mechanisches Bild von JoB (mehr in seinem YT-Infotext) auf seinem Youtubekanal hypoyd  !


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).