Ingeborg Micko: Nimm mit Huld die kleine Gabe, PDF

Durch Zufall stieß ich auf einen 24-seitigen Aufsatz der österreichischen Historikerin Ingeborg Micko (Museum Wels), die diesen 2012 für das Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines (Linz) schrieb und der  als PDF vorliegt :  https://www.zobodat.at/pdf/JOM_157_0489-0512.pdf

Hier erfahren wir, daß es im Museum Wels eine größere Sammlung dieser um die 200 Jahre alten Liebes-und Freundschaftskarten aus der Epoche des Wiener Biedermeier gibt, die meistens einen zierlichen Zugstreifenmechanismus besitzen, um die dargestellte Szene zu animieren. Wenn man zum ersten Mal eine Originalkarte sieht, kommt man aus dem Staunen nicht heraus, denn diese Karten haben etwa das Format einer halben Postkarte, auf der die gesamte Papiermechanik untergebracht ist ! In der Fachliteratur sind die Abbildungen der Karten oft größer als die Originale, wie übrigens auch hier im Blog.

Ingeborg Micko zitiert in diesem Zusammenhang  eine Korrespondenz von Frau von Eybenberg mit J.W.Goethe  im Jahr 1808:

Als am 18. Dezember 1808 Marianne von Eybenberg Johann Wolfgang von Goethe eine Kollektion von beweglichen Neujahrskarten mit der Bemerkung schickte, „die wann sie gleich keine Kunstproduckte sind, Ihnen doch zeigen werden, daß es uns in Wien nicht an industrieusen Spekulanten mangelt“, dankte der knapp sechzigjährige Goethe überschwänglich: „…Sie müssen sogleich den lebhaftesten Dank empfangen. Die zierlichen, nickenden, bückenden und salutirenden kleinen Geschöpfe sind glücklich angekommen, und haben nicht allein mir, sondern ganzen Gesellschaften, in denen ich sie producirt, viel Vergnügen gemacht.“

Mit Dank an Frau Micko, die mir die Erlaubnis zum Veröffentlichen dieser zwei Motive gab, die jeweils in Start- und Endposition des Ziehstreifens abgebildet sind. Weitere Informationen zu den Motiven und Hersteller finden wir im o.a. PDF des Aufsatzes.

Alle Fotos:    (C) Museum Wels

ERGÄNZUNG:  Videomedien zu diesem Thema sind im Internet recht rar im Gegensatz zur reichlich vorhandenen Fachliteratur. So fand ich die privaten Youtubevideos

1) https://www.youtube.com/watch?v=bt_dO8v94BY&gl=DE&hl=de  

2) https://www.youtube.com/watch?v=CKqSBgFOmW8&gl=DE&hl=de

3) Ausstellung Wien-Museum 2013:  http://collectorsitems.tumblr.com/post/52377450170/i-hope-this-video-will-not-disappear-as-the

4) Larry Seidman Collection mit GIFs :  http://drlar7.tumblr.com/  oder auf Pinterest: https://www.pinterest.de/pin/286119382554590297/?lp=true und

5) Werner Nekes: Media Magica (6 DVD’s)  http://wernernekes.de/00_shop1/index.php?p=productsMore&iProduct=7

 

Über die französischen Knochenschnitzerautomaten von vor über 200 Jahren

Wie ich auf Philsings Webseite sehe, zitiert er Bilder aus dem Auktionskatalog von Marc-Arthur Kohn (Paris, März 2016), in dem zwei solcher Automaten angeboten werden auf den Seiten 122 ff. Es sind fragile über 200 Jahre alte Knochenschnitzereien, die bei Betätigung einer Kurbel zu Leben erweckt werden, und ein teures und exklusives Sammelgebiet darstellen. Sie waren Teil der Sammlung des verstorbenen Dr.Max Tassel, die mit 70 Automaten im genannten Auktionshaus versteigert wurde. Der obige Link zum Katalog verweist auf ein opulentes Werk mit 184 Seiten voller Automaten des Age d’Or.

Danse Scene during the French Revolution (Aus dem Katalog , s.o.)

„Precious little polychrome bone, French made pre-industrial periodhandcrafted at Meru in the Oise. The scene, on two levels, revealfirst on the upper part five figures: a young woman holding a flowergarland face to a large wheel and next to her staying a man whobeats time with his wand , beside them a young couple is dancing.In the center stands an elegant Lady who seems to handle thewheel. On the lower part, four characters take part at each corner ofthe crank mechanism with two dogs sitting on the front. The Scene is moved by the use of a crank placed on the lower level. Very fragile, with small damage and missing parts.“

Anläßlich dieser Versteigerung 2016 hat das Auktionshaus Kohn ein 20-minütiges Video produziert, das diese Automatenschätze der Sammlung Dr. Max Tassel auch in Bewegung zeigt. Die beiden hier erwähnen Knochenschnitzereien sind allerdings nicht mit auf dem Video. Ich vermute mal, daß sie zu fragil und auch etwas defekt waren, wie es in der Beschreibung im Katalog erwähnt wird. (Siehe auch hier  )


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Philsing ist übrigens ein Experte für diese alten Knochenschnitzereien, die auch unter der Bezeichnung „Spinning Jenny“ bekannt sind und vielfach von napoleonischen Kriegsgefangenen handgefertigt wurden. Er hat dafür eine eigene Webseite: http://napoleonic-pow.blogspot.com/2018/04/qui-fabrique-les-plus-belles-spinning.html

Physiker-Spielchen

Quelle: Physics-Astronomy.com   (Danke, Peter Glaser,FB)

When a physicist gets bored!!!

When a physicist gets bored!!!

Gepostet von Physics-Astronomy.com am Donnerstag, 3. Mai 2018

 

School of Machines, Berlin 2018

School of Machines July Mechatronic Games course teaser vid

Come learn mechatronic games this July from these brilliant humans! We’ll be building playful experiences through creative coding, working with electronics and building physical installations! Here’s a sneak peek from teachers Kati Hyppä and Niklas Roy. APPLY HERE: http://schoolofma.org/winners-and-losers/#arduino #raspberrypi #tech #technology #creativetech #processing #electronics #DIY #mechatronics #motors #leds #art #design #education #learntocode #software #hardware #engineering #coding #science #techno #technews #IoT #berlin #berlinsummer #schoolofmachines #neverleaveberlin #Winnersandlosers #learn #learnthroughplay

Gepostet von School of Machines, Making & Make-Believe am Donnerstag, 7. Juni 2018

Die Technologiekünstler Niklas Roy und Kati Hyppä veranstalten auch dieses Jahr wieder einen 4-wöchigen Kurs im Juli in Berlin,  der den kreativen Einsatz von Elektrik, Elekronik und Maschinentechnik vermitteln soll mit dem Thema  „Winners and Loosers“ :  „How can physical computing and interactivity help us to better sense and respond to the world around us? How can we express who we are and what we envision for the future by creating experimental games?“ (Via Tartaruga Feliz, FBautomata…)

Schaut man auf die Webseite von Niklas Roy aus Berlin, findet man viele weitere neue Projekte des Künstlers , wo immer wieder  sein unbändiger Trieb mit Technologie zu spielen, sichtbar wird, so hier sein Projekt für das vorjährige KIKK-Festival in Namur(BE):


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Timberkits Pianist

Ah, ich liebe die Frischholzoptik dieses sehr gelungenen Designs von Timberkits (gesehen bei Theo Hart’s heutigem Eintrag in’s FBautomata…).  Ohne die Frage beantworten zu wollen, und damit eventuell einen Bausatz zu erhalten, zeige ich hier noch das Automaton in Aufbau und Bewegung (ab 1.26) :


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

 

Aus einer Sammlung von Batteriespielzeugen

Christian aus Ostfrankreich (Lothringen, Elsaß ?) hat in seinem  YT-Kanal ki65ki1 eine Reihe von japanischen Batteriespielzeugen der 50ger und 60ger Jahre. Als Beispiel ein würfelnder Affe und ein Nüsse nagendes Eichhörnchen.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Als Weihnachtsgruß 2016 gibt Christian einen Einblick in seine Sammlung, die in einer solchen Kompilation besonders beeindruckt:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Christians Webseite: https://mavapeur.shost.ca/

Maison de la Pataphonie, Dinant (BE)

Dieses Haus in Dinant (Ardennen, Südbelgien) birgt eine Sammlung von Musikinstrumenten aus recyceltem Material und wird von dem Musiker Max Vandervorst geleitet. Ein Kurzbericht des Centre Culturel de Dinant gibt einen Einblick.


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).

Der französische Musiker und Instrumentenerfinder  Nicolas Bras stellte dort auch seine Orgue PVC aus:


Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).