Henning M.Lederer (machinatorium ) reichte dies für die Motion Graphics Webseite 9-squares ein, wo sie im Neunerfeld von N.24 zu sehen ist.
Riesige Automata von Marvin Gaye Chetwynd (UK) in Bonn
Ab übermorgen bis 19.Juni läuft die erste deutsche Ausstellung der international agierenden Performance-Künstlerin aus Glasgow im Bonner Kunstverein, der sie in Auszügen so beschreibt: “ „Camshafts in the Rain“ ist eine neue Arbeit, die Anregungen aus der Geschichte des Automaten und des Uhrwerks aufnimmt, um den öffentlichen Raum zu animieren. Für Chetwynds Ausstellung mit Fotokopiecollagen verkleidet, wird die Ausstellunghalle eine vergrößerte Version der Miniatur-Papiertheater nachbilden, die im 19. Jahrhundert als beliebtes Spielzeug verbreitet waren. Erdacht als ein „Loop kontinuierlicher Aktion“ wird Chetwynds Installation die Besucher in den Raum der Performance platzieren. Die Besucher stoßen auf eine Reihe von Bühnenbögen aus Papier und Automaten-Skulpturen, die auch in den Performances während der Ausstellung eine Rolle spielen…“
Offenbar war dieser Blog Marvin G.Chetwynd als am Blogthema sehr interessierter Person schon in England bekannt und zu ihrer Überraschung erfuhr sie in der Vorbereitung der Bonner Ausstellung, daß ich Bonner sei und so kam es zu einem Gespräch mit ihr, bei dem ich ihr einige inspirierende Bücher zeigte. Ich erlebte sie als eine vor Imagination vibrierende, hochinteressierte Künstlerin, die von der Automatengeschichte fasziniert ist. Da ich mitten in die Vorbereitung filmte, hier eine kurze, sehr amateurhafte Impression eines der drei wuchtigen, vor anderthalb Wochen noch nicht fertigen Kurbel-Automaten, dem Pianisten:
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Es erschien am 7.4.2016 ein ausführlicher Artikel mit dem Titel „Mensch, Maschine, Poesie“ von Thomas Kliemann über die Künstlerin und die kommende Ausstellung im Bonner Generalanzeiger, der auch weitere Performance-Termine und Führungen im Anhang nennt : http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kultur-und-medien/bonn/Mensch-Maschine-Poesie-article3225782.html
In der Filmreihe TateShots gibt es ein 6-Minuten Portrait der 2012 für den Turner-Preis nominierten Künstlerin: https://www.youtube.com/watch?v=EEOz1HkD1Fw
Musicclip Jane Bordeaux: Ma’agalim
Ein israelisches Musikvideo, dessen szenische Animation von Uri Lotan und seinem Team gemacht wurde: „In a forgotten old penny arcade a wooden doll is stuck in place and time“, also sehr blogrelevant !
Bernhard Jordi: neue kinetische Skulpturen
In den letzten Wochen kamen einige neue Videos in Jordis YT-Kanal dazu. Der Schweizer Eisenplastiker aus Bern schafft immer wieder Unikate, die in großer skulpturaler Qualität ein abstraktes mechanisches „Theater“ ablaufen lassen.
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Jörg Schinke: Grasshopper Escapement aus Keramik
Ich habe einige vom Material her gesehen sehr ungewöhnliche Uhrwerksobjekte schon kennengelernt, so z.B. eine paper clock des Amerikaners James Smith Rudolph, oder die Taschenuhren von Valerie Danevych, deren Miniaturmechaniken gänzlich aus Holz gefertigt sind, oder die kürzlich hier aufgeführten Uhrwerke von Jörg Wiedemeier, der ausschließlich Äste zu Räderwerken verarbeitet. Nun aber erreichte mich ein Schreiben von Jörg Schinke, der eine Uhrenhemmung (grasshopper escapement) als kinetisches Wandobjekt gebaut hat, dessen mechanische Teile alle aus Keramikplatten(!) geformt sind.
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Jörg Schinke schrieb dazu:
„…seit langem bin ich immer mal wieder auf Ihrer Blog-Seite. Nun möchte ich selbst mal einen kleinen Beitrag leisten. Vor mehr als 2 Jahren habe ich vom meiner Tochter zu Weihnachten ein Uhrmacherlehrbuch bekommen.
Alte Handwerkskunst ist meines Erachtens eine sinnvolle Freizeitbschäftigung. Das Uhrmacherhandwerk schien mir da sehr geeignet. So entstand die erste Projektidee für eine Grasshopper-Hemmung. Da Holzbearbeitung mit Lärm verbunden ist, den wir unseren Nachbarn nicht zumuten können, entschied ich mich für Keramik als Grundmaterial. Zumal das Equipment im Haus vorhanden ist und meine Frau über die notwendigen handwerklichen Fertigkeiten für die Herstellung ebener Tonplatten verfügt.
Lange Rede, kurzer Sinn. In vielen kleinen Schritten habe ich mich an die nun vorliegende Konstruktion herangearbeitet. Insbesondere die s.g. „Composer“, also die Teile, die die Palettenarme federnd zurückstellen, haben mich lange beschäftigt. Da eine exakt maßhaltige Fertigung mit dem Material Ton nicht möglich ist, musste unbedingt konstruktiv verhindert werden, dass das Ankerrad bei einer Fehlfunktion unkontrolliert abläuft. Insofern ist diese Art der „Composer“ sicher einmalig. “
Werbemedium Kugelbahn – ein Commercial aus den USA
Die amerikanische Krankenversicherung AARP nutzt die Ästhetik einer Holzkugelbahn mit einigen mechanischen Details als Blickfang für ihre Werbung:
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Ein Reklameautomat der 20ger Jahre von Norman Tuck
Der Künstler Norman Tuck aus San Francisco besitzt diesen alten deutschen Reklameautomaten und drehte ein Video darüber, das im Blog von Dug North gerade erschienen ist.
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Ich erinnerte mich daran, daß die Berliner Restauratorin Gesa Witt (TrikonBerlin) genau über die Restaurierung dieses Modells ihre Examensarbeit geschrieben hat, was ich vor fast 6 Jahren hier auch publizierte. Eine Zusammenfassung der hochinteressanten Arbeit kann man in diesem 9-seitigen PDF nachlesen. Norman Tuck war hochentzückt, als ich ihm das mitteilte.
David Dimitri – ein Schweizer Artist
Im Facebook stieß ich auf dieses 45-Sekunden-Video von Michael Flume (Eintragung vom 24.Mai 2015 https://www.facebook.com/LHommeCirque/), das einen Artisten mit einer komischen Nummer auf dem Laufband zeigt. Ein wenig Googeln führte mich zu David Dimitri, der einen Einmann-Zirkus(!) betreibt, und es völlig allein fertigbringt, die ganze Magie eines Zirkusses in seinen Vorstellungen aufleben zu lassen.
Aaron Kramer besucht Tim Hunkins Alternativ-Arcade in London
Eine kleine Auswahl der wundervollen münzbetätigten Automatenkonstruktionen Tim Hunkins zeigt Aaron Kramer in seinem gut gefilmten 6,5-Minuten-Video :
Die Gaussian Gun habe ich schon vor 30 Jahren erfunden
Gerade stieß ich auf dieses Video, dessen Effekt unter dem Titel „Gaussian Gun“ im Internet weit verbreitet ist:
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Vor nun genau 30 Jahren fand ich im Spielen mit Kugeln und Magneten diesen Effekt und weitere, die ich zu einem Baukasten gebündelt habe und denselben in einer Kleinstserie produziert habe. So zum Beispiel konnten Magneten in einer Plexiröhre zum Schweben gebracht werden und ein Federungseffekt erzeugt werden, oder durch abwechselnde Verbindungen von Kugeln und Magneten Bögen und Gewölbe gebaut werden, oder ein Geschicklichkeitsspiel erzeugt werden, indem man einen Parcours aus Magneten setzt und durch geschicktes Balancieren eine Kugel durch den Parcours steuert. Das Spannendste jedoch war die Entdeckung dieser Gaussian Gun ! Hier ein Foto meines Baukastens mit Röhre, Schiene, Kugeln und Magneten:



