Hannes Heiner (vom erwähnten Monsterkabinett) gestaltete und konstruierte dieses Gruselpopupbuch als Einzelstück vor 25 Jahren:
Das Monsterkabinett in Berlin – ein automatisches Gruseltheater im Untergrund
Die Dead Chickens sind die Betreiber dieser Touristenattraktion, durch die ihr Mitglied und Hauptaktiver Hannes Heiner im Beitrag des SPIEGEL-TV führt. Und hier einige Impressionen von Antje Grothe aus dem Monsterkabinett in der Nähe der Hackeschen Höfe in Berlin-Mitte:
Dean Lucker and Ann Wood : mechanical sculptures and pictures
Die beiden leben als Paar in Minneapolis (USA) und haben sich gemeinsam auf mechanische Bildwerke spezialisiert, wobei Dean Lucker mehr zur räumlichen Art tendiert und Ann Wood in der Fläche arbeitet. Hier ihre Webseite:
http://woodlucker.com/index.html
Ein ruhiger Film begleitet die Vorführung dieser traumverlorenen Werke stilsicher:
(Thanks to Aaron Kramer, FB automata group)
Tomi Ungerer : heute 80.Geburtstag !
Er gehört zu den Heroen meiner frühen Jahre, als sich Künstler und Gestalter aufmachten, das biederdumpfe visuelle Erscheinungsbild der 50/60ger Jahre aufzubrechen.
So hinterließen bei mir einen starken Eindruck z.B. Saul Steinberg, Dieter Rams , TWEN, Atlas-Filmplakate und natürlich Tomi Ungerer, der mich mit seiner Freude am Mechanischen (siehe seine erlesene Spielzeugsammlung) und vielen Aspekten seines Riesen-Oevres – Bücher, Zeichnungen, Collagen, Illustrationen, Plakaten etc. fasziniert.
Hier nun erzählt er rückblickend auf sein Leben und Werk in englisch mit leicht elsässischer Färbung:
Einen noch stärkeren Bezug zu unserem Blogthema hat der allzufrüh verstorbene Vater Theo U.(Tomi U. war da drei Jahre alt), der ein angesehener Uhrmacher und international geschätzter Kenner der Uhren- und Automatengeschichte war. Er hat zum Beispiel das Standardwerk zur astronomischen Uhr des Straßburger Münsters geschrieben und die größte astronomische Uhr der Welt mit einer Vielzahl von figürlichen Automaten in 5 Stockwerken des Domturmes zu Messina auf Sizilien gebaut.
(ich suche noch eine Videodokumentation dazu. Die verwackelten Touristenvideos auf Youtube sind da wenig hilfreich. Wer weiß Näheres ?)
Tomi Ungerer hat in einem sehr einfühlsamen Buch „Es war einmal mein Vater“, Diogenes 2003, diesbezügliche Familienrecherche betrieben.
Aldo Cavini bringt Bewegung in GEOMAG
Der GEOMAG-Enthusiast Aldo Cavini aus Florenz bringt mechanische Elemente in das eigentlich statische Baukastensystem, welches hauptsächlich aus magnetischen Stäben, Kugeln und Stabilisierungsplatten besteht. Hier ein Kugelkreislauf (für Pingpongbälle) mit Pendelantrieb, wobei das Pendelgelenk aus zwei magnetisch verbundenen Kugeln extrem reibungsarm ist.
Und hier eine Kugelbahn mit einem Fördermechanismus nach dem Prinzip der Lochscheibe:
Und hier noch ein schönes physikalisches Modell, das den „Pirouetteneffekt“ verdeutlicht:
Bei Klick wird dieses Video von YouTube geladen und Daten gesendet. Details siehe (Datenschutzerklärung).
(Dank an den bergischen Leonardo – Dietmar Wächtler !)
Achteinhalb Minuten wundervolle Batteriespielzeugabsurditäten
bringt die neue (nun 4.) Videodokumentation über die Sammlung eines Ehepaares aus München. Fast alle Objekte dieses Videos habe ich nie zuvor gesehen und freue mich,
daß dieser wenig gezeigte Teil mechanischen Spielzeuges,
der einfach im Schatten des klassischen Blechspielzeuges
liegt, nun neu erlebt werden kann. Die Webseite der Kollektion hat Referenzcharakter und weist auch daraufhin, daß es eine neue Ausstellung im Stadtmuseum Crailsheim gibt, die noch bis 12.Februar 2012 läuft.
Ich erwähnte die Sammlung vor knapp 2 Jahren und im vergangenen September an dieser Stelle.
PIXAR: One Man Band
Kleines Animationskunststück der gewohnt brillierenden Pixarleute gewürzt mit einem Schuß Mechanikirrsinn:
(Dank an den Paperblog bei Paperboxx)
Schmuckanhänger mit "Kugelbahn"
Paul King aus dem südenglischen Southampton entwickelte diesen Schmuckanhänger „Twin rail mobius pendant“, in dem man eine
Reihe von 6mm-Kugeln in einer möbiusbandartigen gewundenen Kreisschleife verschieben kann. Der Kugelkäfig ist in der
immer mehr wachsenden 3-D-Printing-Technik hergestellt:
Fahrrad als Phenakistiskop,
Das Phenakistiskop, auch Lebensrad genannt, ist ein Vorläufer der Kinematographie und wurde seltsamerweise unabhängig voneinander im gleichen Jahr 1832 in Gent und Wien erfunden. Es wurde in der 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts zum beliebten Spielzeug in den verschiedensten Abwandlungen, bis der Kinematograph um die Jahrhundertwende mit seinem Medium Film viel länger und deutlicher bewegte Szenen abbilden konnte.
Und nun kam die Londoner Graphic Designerin Katy Beveridge
auf die Idee, dieses Prinzip mal auf Fahrradvorderräder zu übertragen:
(Dank an den Zuträger Uli Tietz, noch vor BoingBoing !)
Pizza/ tomas schmit
Der Leser ‚Heinz‘ kommentierte den Beitrag „Pizza ist Gemüse“ im gestrigen Schockwellenreiter mit einem Mathescherz, der unbedingt weitergegeben werden muß:
Das Volumen einer Pizza mit Radius z und der Höhe a ist
Pi*z*z*a
Daran hätte tomas schmit sicherlich auch Freude gehabt, ein Künstler, der bei mir mit seinem in Sprache und Zeichnung gefaßten spielerischen Denken schon seit über 4 Jahrzehnten
das pure Entzücken auslöst. Seit Frühjahr 2011 kann man im virtuellen tomas schmit archiv in seine Werke abtauchen. Man tut das ambesten zusammen mit seinen 4 Katalogen, die noch antiquarisch zu kriegen sind. Nur eine kleine Kostprobe, Werk Nr. 100, Teil „eine sehr schöne geschichte“